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Zwangsarbeit in DDR-Kinderheimen

Länder: Deutschland

Tags: DDR, Kinder, Zwangsarbeit

Eine Studie des Deutschen Instituts für Heimerziehungsforschung, von der Ostbeauftragten der Bundesregierung, Iris Gleicke, in Auftrag gegeben, belegt, dass Kinder und Jugendliche in DDR-Heimen zur Zwangsarbeit genötigt wurden. Vor allem in den „Jugendwerköfen" wurde Arbeit nicht als pädagogisches Element oder zur Ausbildung der Jugendlichen genutzt, sondern oft mit Demütigung und Erniedrigung verbunden. Deshalb kann in diesem Zusammenhang eindeutig von “Zwangsarbeit" gesprochen werden, sagt der Autor der Studie, der Ethiker Karsten Laudien. Im Vordergrund standen die Interessen der Planwirtschaft, die billige und flexibel verfügbare Arbeitskräfte brauchte um Produktionsspitzen auszugleichen. Noch heute leiden  die Betroffenen unter den Folgen dieser Misshandlungen. Viele können nicht vergessen, was ihnen dort angetan wurde, haben Probleme in Beruf oder Partnerschaft und noch immer keine angemessene Entschädigung erhalten.

Les enfants exploités de la RDA
Zwangsarbeit in DDR-Kinderheimen In den „Jugendwerköfen" wurde ab den 70er Jahren Zwangsarbeit für die sozialistische Planwirtschaft geleistet. Zwangsarbeit in DDR-Kinderheimen

 

Zuletzt geändert am 11. Februar 2017