Zentralafrika: Blut und Diamanten

Länder: Zentralafrikanische Republik

Tags: Blutdiamanten, Bürgerkriegs, Schmuggler, Diamantenhandel

Die Diamanten aus der Zentralafrikanischen Republik dürfen nicht mehr verkauft werden - wegen des Bürgerkriegs wurde nach den Verträgen des Kimberley Prozesses ein Diamanten-Embargo über das Land verhängt.

ARTE Reportage oder Fußball-WM? Atmen Sie auf, Sie müssen sich nicht für das eine oder andere entscheiden. Damit Sie kein Spiel verpassen, haben wir entschieden, die Sendung am Samstag 14., 21. und 28 Juni sowie am 5. Juli bereits um 16.50 Uhr auszustrahlen.

 

Es soll die Warlords daran hindern, diesen Krieg mit Blutdiamanten finanzieren. Das scheint aber nicht gut zu funktionieren.  

Der Kimberley Prozess soll seit 2013 den Handel mit Blutdiamanten verhindern – eine wirklich löblich Absicht. Aber unsere Reporter sind sich nach ihrer Recherche nicht mehr sicher, ob das Embargo auch die Richtigen trifft.    

Im Osten der Zentralafrikanischen Republik schürfen sie noch immer Diamanten in mühevoller Handarbeit aus den Tiefen der Flüsse, kontrolliert von einigen Beamten der staatlichen Aufsichtsbehörde. Ins Ausland verkaufen dürfen sie nicht, also lagern sie die Diamanten an geheimen Orten, bis das Embargo aufgehoben wird. Bis dahin aber verdienen die ehrlichen Schürfer und die Händler kein Geld – und das ist eine Katastrophe für gut eine Million Menschen, die in Zentralafrika vom Diamantenhandel leben.

Leider scheinen aber trotz aller guten Absichten die Skrupellosen weiter an den Diamanten zu verdienen, die Schmuggler, die Warlords, die Händler der Blutdiamanten. Der Minister für den Bergbau in Zentralafrika bestätigte uns vor der Kamera, das in der Exportstatistik bei der Zahl der ausgeführten Diamanten eine dicke Null steht. Er weiß aber, dass die Schmuggler Diamanten illegal ausführen – wohl fast so viele wie in Friedenszeiten.   

 

von Tatiana Mossot und Sophie Lafargue – ARTE GEIE / Frankreich 24 - France 2014

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016