Yourope: Start-ups in Europa

Yourope - Samstag, 10. Januar 2015 - 15:00

Länder: Frankreich

Tags: Solidarität, Ökonomie, Unternehmen

Google, Facebook, Twitter, Amazon – sie alle gehören zu den sogenannten „Unicorns“, den „Einhörnern“ unter den weltweiten Start-ups. Mehr als eine Milliarde Dollar ist jede der Firmen wert und sie sind alle in Amerika zu Hause. Aber wie sieht es mit europäischen Start-ups aus?

Samstag, 10. Januar

14:00

Yourope

Startups - Kann Europas Gründerszene weltweit mithalten?

Die europäischen Start-ups hängen den amerikanischen schon seit Jahren hinterher. Liegt es an der fehlenden Risikobereitschaft der hiesigen Kapitalgeber oder noch schlimmer: mangelt es den jungen Europäern gar an kreativen Ideen? Yourope ist zu Besuch in zwei Gründermetropolen Europas: Berlin und – ja, tatsächlich – Istanbul. Wir stellen junge Netz-Visionäre vor und fragen, wie man es schafft, mit einem Internet-Start-up Millionär oder sogar ein „Einhorn“ zu werden.

 

Überblick :

Frankreich hat in Sachen Web Economy große Pläne – und großen Aufholbedarf. Gerade erst werden die ersten Sharing-Plattformen gegründet. Yourope schaut den Gründern eines Nachbarschaftshilfe-Portals über die Schulter.

Es geht auch mit Erdnussbutter: Akeem Ojuko beweist, dass man auch Produkte, die es schon seit Urzeiten gibt, mit einem Startup erfolgreich neu vermarkten kann. Mit „The Wild Peanut“ erobert der 25-Jährige gerade die Herzen und Küchen Großbritanniens.

Knapp 80 Millionen Einwohner, die Hälfte davon unter 30 – und alle verrückt nach neuer Technologie. Liegt das wahre Start-up-Paradies Europas womöglich gar nicht innerhalb der EU? Selbst aus dem Silicon Valley sind viele einst abgewanderte Experten nach Istanbul zurückgekehrt.

Alle Start-ups wollen das große Geld – auch Cucula. Während andere Gründer aber vom großen Gewinn träumen, haben die Berliner ganz andere Pläne: Mit den Einnahmen wollen sie fünf Flüchtlingen eine Ausbildung in ihrer Werkstatt finanzieren. Yourope war zu Besuch beim sozialen Start-up.

 

Der Trailer :

Startups européennes

Paris : Die Sharing Economy erobert Frankreich

 

In Europa wird geteilt, was das Zeug hält. Ob Wohnung, Auto oder sogar Job – „Sharing“ im Internet spart Geld und macht auch noch Spaß. Was in anderen Ländern schon zum Alltag gehört, hat in Frankreich noch viel Luft nach oben -  manche dieser Plattformen gibt es hier erst seit Kurzem. 

Das bemerkte auch Guillaume de Kergariou und gründete die Firma „Pourcombien“. Über die Internetseite können sich Nachbarn bei der Bewältigung alltäglicher Herausforderungen helfen.

 

partage

 

Ob zum Babysitten, IKEA-Schrank zusammenbauen oder Weihnachtsgeschenke kaufen – hier soll für jede Situation ein hilfsbereiter Mitmensch gefunden werden.

Warum die französische Start-up Szene erst jetzt so richtig in Schwung kommt und warum Nachbarn nicht einfach auf die Klingel drücken – Yourope war in Paris und hat Gründer, Experten und User gefragt.

 

England : Selfmade Erdnussbutter – eine Erfolgsgeschichte

 

Auch London träumt davon, das europäische Start-up Paradies zu werden. Deshalb gibt es hier sogar eine eigene TV-Show, in der junge Gründer Investoren von ihren epochalen Business-Ideen überzeugen können – wie zum Beispiel Erdnussbutter.

 

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Der ist ohne Zweifel sehr beliebt, aber neu und innovativ? Kein Grund, es nicht zu versuchen - dachte sich Akeem Ojuko und machte aus seiner Leidenschaft ein Geschäft. Und siehe da: die Engländer sind verrückt nach seinem Brotaufstrich ohne Zusatzstoffe.

Wie schafft man es, als junges Start-up im hektischen London, überhaupt bemerkt zu werden? Und wie wird ein alter Hut zum neuen Trend? Yourope war in Akeems Küche und hat ihn nach seinem Erfolgsrezept gefragt.

 

Istanbul: die neue Start-up Metropole

 

Istanbul – Historikerparadies und Mekka für Kultur-Freaks. Und: Die neue Start-up Metropole Europas! Wie das sein kann? Die Hälfte der Einwohner ist unter 30 – und verrückt nach Smartphones und Internet. 

 

istanbul

 

In Istanbul beginnt der Start-up-Boom spät, aber durchschlagend: Immer mehr junge Unternehmer aus Silicon Valley wittern das Potenzial der Stadt und ziehen an den Bosporus.

Was macht Istanbul für junge Firmen so attraktiv und wie sieht eine Start-up Szene in ihren Anfängen aus? Yourope hat vor Ort herausgefunden, warum die wahre Start-up Metropole Europas vielleicht sogar außerhalb der EU liegen könnte.

 

Berlin: Cucula, das soziale Start-up von und mit Flüchtlingen

 

 

cucula

Cucula will Flüchtlingen mit seinem Unternehmen eine Perspektive bieten.

 

Berlin, Hauptstadt der Start-ups. Alle 20 Stunden wird hier ein neues Unternehmen gegründet - Tendenz: weiter steigend. Wie Pilze sprießen sie aus dem Boden. Während die meisten aber auf Gewinnmaximierung setzen und auf den großen Durchbruch hoffen, haben Jungunternehmer in Kreuzberg ein ganz besonderes Start-up gegründet: Zusammen mit Flüchtlingen bauen sie in ihrer Werkstatt Möbel.

 

cucula bois

Das bunte Holz setzt auf den sonst schlichten Möbeln nicht nur ein farbliches Zeichen – es stammt von gestrandeten Flüchtlingsschiffen in Lampedusa.

 

 

Mit dem Erlös wollen sie den fünf Jungs eine Ausbildung finanzieren  - und eine Alternative zur aktuellen Flüchtlingspolitik schaffen.

Was eigentlich noch eine Utopie ist, funktioniert in der Praxis schon sehr gut – und genau das wollen die Gründer bewirken. Denn wer schon eine greifbare Zukunft hat, kann nicht mehr so leicht abgeschoben werden.

Geht Start-up auch sozial? Yourope war in Berlin und hat der Werkstatt einen Besuch abgestattet.

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016