Wort für Wort: Uwe Timm

Länder: Tchad

Tags: Schriftsteller, Flüchtlinge

Regisseure, Schriftsteller, Fotografen und Comic-Zeichner: 16 Künstler haben für ARTE Reportage vier Flüchtlingslager in der ganzen Welt besucht. Sie erzählen uns auf ihre jeweils ganz eigene Art und Weise von den Menschen und über das Leben im Camp. Seit September und bis Dezember zeigen wir ihre Arbeiten im Internet und auch in der Sendung ARTE Reportage: In dieser Woche ist es der Schriftsteller Uwe Timm. 

Mot pour Mot with Uwe Timm

 

In den vergangenen Monaten besuchten Künstler die Flüchtlingslager der UNO: Schriftsteller, Comiczeichner, Fotografen, Regisseure – sie erzählen uns in Worten, Zeichnungen, Fotos und Filmen vom Leben der Flüchtlinge in den Camps von Beldangi in Nepal, Kawergosk im Irak und Burj el Barajneh im Libanon.

Der Schriftsteller Uwe Timm, kritischer Beobachter der gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland, war eine Woche im Flüchtlingslager Breidjing im Tschad. Dort leben Vertriebene aus dem Sudan, ein Land, dessen Bevölkerung  immer wieder von bewaffneten Konflikten bedroht wird, etwa in der Region Darfur.  In "Wort für Wort", bei ARTE Reportage, erzählt Uwe Timm über seine Reise in den Tschad. 

Der Schriftsteller Uwe Timm gehört zu den wichtigsten Vertretern der 68er Generation. Geboren 1940 in Hamburg, machte er nach einer Lehre als Kürschner in den fünfziger Jahren sein Abitur, studierte Philosophie, Germanistik, Soziologie und Volkswirtschaftslehre und promovierte über Albert Camus. Sein erster Roman "Heißer Sommer" (1974) beschäftigt sich mit der Studentenrevolte, ebenso wie "Kerbels Flucht" (1980), "Rot" (2001) und "Der Freund und der Fremde" (2007). In "Am Beispiel meines Bruders" (2003) berichtet er über seinen Bruder, der als Freiwilliger der Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg gefallen war. Sein Roman "Morenga" (1978) erzählt vom Kolonialkrieg in Deutsch-Südwestafrika 1904.

Uwe Timm ist ein engagierter Schriftsteller mit einem politischen Anliegen: Deshalb war er sofort bereit, für ARTE Reportage in das Flüchtlingslager Breidjing im Tschad zu fahren, um über die Menschen dort und ihre Schicksale zu berichten. Als politischer Kopf stellt er natürlich auch die Frage nach der Verantwortung der Internationalen Gemeinschaft für die Flüchtlinge der Welt.  

Von William Irigoyen, Laure Isenmann, Ludovic Mingot - ARTE GEIE - Frankreich 2014 

 

 

 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016