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Wieder Gewalt in Kabul: Mindestens 40 Tote bei Selbstmordanschlag

Länder: Afghanistan

Tags: Anschlag, Terror, Kabul

Bei einem Selbstmordanschlag auf ein Kulturzentrum in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind mindestens 40 Menschen getötet und weitere 30 verletzt worden. 

 

Zuerst habe sich in dem Gebäude ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Nasrat Rahimi, am Donnerstag. Als Menschen zu Hilfe gekommen seien, seien vor dem Haus zwei weitere Bomben explodiert. Medien berichteten, dass sich in dem Gebäude Studenten oder Akademiker getroffen hätten. Zu dem Anschlag bekannte sich inzwischen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

 

Kabul im Jahr 2017: ein nie endender Albtraum

Der Anschlag ereignete sich in einem schiitischen Viertel der Stadt. Dort hat die sunnitische Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in den vergangenen Monaten wiederholt schwere Attentate verübt. In derselben Gegend, im größten Kabuler Schiitenviertel Dascht-e Bartschi, hatte der IS zuletzt im Oktober einen Selbstmordattentäter in eine schiitische Moschee geschickt. 71 Menschen starben während des Freitagsgebets. Seitdem hat der IS aber auch in anderen Stadtteilen Anschläge verübt und zum Beispiel einen großen Fernsehsender und ein Geheimdienstbüro angegriffen. 

Seit Januar gab es in Kabul mehr als 20 schwere Anschläge vom IS, aber auch der Taliban. Hunderte Menschen wurden dabei getötet und verletzt. Einer der schwersten war vor der deutschen Botschaft im Mai. Dabei sollen rund 150 Menschen getötet worden sein.  

 

 

 

Zuletzt geändert am 28. Dezember 2017