Weltkulturerbe erneut in Gefahr

16. Dezember 2016

Der "Islamische Staat" ist zurück in Palmyra. Die Terrormiliz hatte die Antikstadt bereits im Mai 2015 und März 2016 besetzt. Die Bilder der Zerstörung haben sich ins Gedächtnis eingebrannt: Der IS hatte jahrhundertealte Tempel mit großen Mengen Sprengstoff in die Luft gejagt, mehrere Mausoleen und Skulpturen wurden zerstört, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Heute ist Palmyra das Symbol schlechthin für die vom Krieg bedrohten Kulturschätze.
Die Dschihadisten betrachten die Ausstellung von Statuen und die Verehrung von Mausoleen als "Götzendienst;" gleichzeitig graben sie sie aus, um sich über die Verkäufe auf dem weltweiten Schwarzmarkt zu finanzieren. In unserem Dossier finden Sie Artikel, Reportagen, eine interaktive Karte und Interviews  zum Weltkulturerbe, die Motive der Dschihadisten, es zu zerstören, aber auch zum Handel mit der Raubkunst, nach dem Erdöl die zweitwichtigste Geldquelle der Dschihadisten.

Ewige Stätten Expo Sites éternels

Palmyra in Paris

Eine neue Ausstellung zeigt noch bis zum 9. Januar bedrohte und zerstörte historische Stätten in Syrien, Afghanistan und im Irak in 360-Grad-Aufnahmen.

Kultur

Interaktive Karte
Palmyra: Massengrab mit 42 Leichen entdeckt

Nach der Rückeroberung Palmyras von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat hat die syrische Armee in der historischen Wüstenstadt ein Massengrab entdeckt.

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Kunstraub im großen Stil

Der internationale Museumsrat geht mit einer Notfallliste gegen die Plünderung archäologischer Stätten in Syrien vor.

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hatra

Syrien und Irak - Verbrechen gegen das Weltkulturerbe

Syrien und der Irak sind Wiegen der Hochkulturen. Aber seit in diesen beiden Länder Krieg tobt, wird das wertvolle Erbe von allen Kriegsparteien geplündert und zerstört. Nun bittet das Ministerium für Altertum die internationale Gemeinschaft um Hilfe.

Kultur

70

Der große Raubkunstdeal

Mit der Komplizenschaft von Schmugglern, Hehlern und Käufern , macht die Terrormiliz IS  lukrative Geschäfte mit Raubkunst. Geschätztes Volumen: 6 bis 8 Milliarden Dollar. Interview mit dem Kunstraubexperten Arthur Brand.

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Le patrimoine massacré

Syrisches Kulturgut in Gefahr

Der illegale Handel mit geraubten Kulturgütern ist nach Drogen- und Waffenhandel weltweit der drittgrößte Schwarzmarkt. Immer mehr antike Kunstgegenstände aus Irak und Syrien tauchen auf dem internationalen Antiquitätenmarkt auf.     

Kultur, Irak

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Ägyptens geplündertes Kulturgut

Das antike Erbe Ägyptens ist in Gefahr. Drei Jahre nach dem Sturz Mubaraks profitieren Plünderer von der unübersichtlichen Lage, um Schätze zu stehlen  

Kultur, Ägypten