Was hat Europa den Terroristen entgegenzusetzen?

Länder: Europäische Union

Tags: Terrorismus, Radikalisierung, Ausnahmezustand

Charlie Hebdo, das Bataclan, Brüssel.. Wer sind die Terroristen, die sich in unseren Hauptstädten in die Luft sprengen? Dem französischen Innenministerium zufolge sind mehr als 1.700 Franzosen Teil dschihadistischer Netzwerke. Die Mehrheit von ihnen ist unter 25. Aus welchen Gründen entscheiden sich diese jungen Menschen freiwillig für diesen Weg? Welche Methoden der Indoktrination wendet Daesh an, um sie zu überzeugen? Wie kann man diese Indoktrination der europäischen Jugend verhindern?

Infolge der Attentate im Bataclan in der Nacht vom 13. auf den 14. November wird in Frankreich der Ausnahmezustand ausgerufen. Von da an kann der Staat ohne Angabe genauer Gründe und ohne richterlichen Beschluss bei Privatpersonen Hausdurchsuchungen vornehmen oder Hausarrest verhängen. Auch das Demonstrationsrecht kann jederzeit aufgehoben werden. Durch den Ausnahmezustand und mit Deradikalisierungszentren versucht Frankreich, den Zustrom junger, durch Daech radikalisierter Menschen zu kontrollieren. Doch sind diese Mittel tatsächlich effektiv?

In der Sendung vom 24. Mai sehen Sie bei THEMA vier Filme, die sich mit den Fragen nach den Auswirkungen des Kampfes gegen den Terrorismus auf den Alltag beschäftigen. Innerhalb Frankreichs sind 1.700 Personen von der Radikalisierung betroffen: entweder weil sie selbst bereit sind, in den Heilligen Krieg zu ziehen, oder aber weil sie dafür rekrutieren.

 

Dschihadisten im Visier

Dienstag, 24. Mai

20.15

Dschihadisten im Visier

Wie lassen sich Jugendliche aus der Propaganda-Maschinerie des IS befreien? 

THEMA zeigt zum ersten Mal den Besuch eines französischen Deradikalisierungszentrums für Opfer der Indoktrinierung durch den Islamischen Staat. Für „Dschihadisten im Visier“ erhielt die Regisseurin Laëtitia Moreau erstmals die Erlaubnis, die Arbeit eines, im Rahmen des Nationalen Aktionsplans gegen die Radikalisierung in der Bouches-du-Rhône errichteten, Deradikaliserungszentrums, zu filmen. „Dschihadisten im Visier“ begibt sich an die Seite der Menschen, die versuchen, gegen den radikalen Islamismus vorzugehen. 

 
Dschihad: Der Kampf der Mütter

Dienstag, 24. Mai

21.10

Dschihad: Der Kampf der Mütter

Gemeinsam nehmen Eltern den Kampf gegen die Indoktrinierung ihrer Kinder durch islamistische Netzwerke auf.

Nach den Attentaten von Paris am 13. November letzten Jahres ist die grundlegende Frage nach der Radikalisierung, der nach Syrien gegangenen Jugendlichen, aktueller denn je. Im Mittelpunkt des Films: Saliha, die Mutter von Sabri, der vier Monate nach seiner Ankunft in Syrien umgekommen ist. Der Film folgt ihrem Kampf und dem der Mütter, die darum kämpfen, weitere Jugendliche davon abzuhalten, wegzugehen. Dokumentation von Jasna Kajinovic

 
Frankreich im Ausnahmezustand

Dienstag, 24. Mai

22.20

Frankreich im Ausnahmezustand

 

Am Tag nach den Attentaten vom 13. November wurde der Ausnahmezustand ausgerufen, später verlängert. Serge Moati und Yoann Gillet entschlüsseln die Mechanismen dieses Ausnahmesystems. Ein Einsatz an der Seite der Polizisten mit Kommentaren des Regisseurs.

 

 

Um den Einfluss des Terrorismus auf den Alltag und seine Folgen zu verstehen, muss man zurückschauen auf die Ereignisse und Faktoren, die die Machtübernahme des Islamischen Staates erklären. Mit "Irak 2003: Die Kehrseite des Krieges" von Jean-Pierre Krief kehren wir zurück zu den Anfängen des Konflikts. Die Dokumentation zeigt die Invasion des Iraks aus der Sicht der Überlebenden.

 

Irak 2003: Die Kehrseite des Krieges

Dienstag, 24. Mai

23.10

Irak 2011, Une Annee Cruciale Ou Les Raisons Du Chaos Irakien

Am 20. März 2003 begann unter Führung der USA der Einmarsch ausländischer Truppen in den Irak. Ziel der Operation "Iraqi Freedom" war der Sturz des Diktators Saddam Hussein und seines Regimes.
Der zweite Teil des Dokumentarfilms wird um 00.20 Uhr ausgestrahlt.

Im Laufe des Herbst 2002 drängen sich in den Lagern an der Grenze zu Kuwait die amerikanischen Truppen, um dort für ein mögliches Eingreifen im Irak zu trainieren. Hin- und hergerissen zwischen Hoffnung und Angst wartet die irakische Bevölkerung. Die Regierungstruppen von Saddam Hussein versuchen, ihr Gesicht zu wahren, auch wenn sie wissen, dass sie mit ihrer Ausrüstung, die noch aus dem Beginn der 1970er Jahre stammt, den 500 Panzern und 70.000 übermäßig gut ausgestatteten Männern, kaum etwas entgegensetzen können. Anhand unveröffentlichter Zeugenberichte von Irakern – ehemalige Soldaten und Führungspersonen, Zivilisten, künftige Rebellen, Journalisten und Oppositionelle im Exil – zeichnet Jean-Pierre Krief bis ins kleinste Detail das entscheidende Jahr der Invasion nach. Demgegenüber stehen die Berichte der amerikanischen Soldaten und der Reporter, die während der Invasion vor Ort waren.