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Wahlen in Birma: Was sagen die Wähler?

Länder: Myanmar

Tags: Fotografie

Der Fotograf Raj Hegde und die Journalistin Laure Siegel haben Myanmar einen Monat vor den Wahlen für Arte INFO bereist. Zwischen Rangun, Mandalay und Mouleymine haben sie Myanmaren getroffen, deren Befindlichkeit von Resignation über Ungeduld bis zur Begeisterung reicht. 

Am 8. November wählt Myanmar, endlich. Vor vier Jahren begann ein Öffnungsprozess, der dem Land den Weg zurück in die Weltgemeinschaft öffnete. Seit eineinhalb Jahren überschwemmen Smartphones, Autos und Supermärkte das Land. In Rangun werfen moderne Stahl- und Glaskonstruktionen ihren Schatten auf den traditionellen Gemüsemarkt. Auf den Fassaden der Kolonialgebäude werben Riesenplakate für Internetanbieter oder Kosmetika, auf den Gehsteigen vor den Imbissstuben sprießen Coca-Cola- und Pepsi-Sonnenschirme. Der Wahlkampf mit 92 kandidierenden Parteien stößt auf enormes Interesse und macht das Bild noch bunter: Jeder Taxichauffeur hat das Fähnchen und den Aufkleber seiner Partei am Fahrzeug – am häufigsten ist es die NLD. Die Kinder tragen die T-Shirts, die bei den Wahlmeetings verteilt werden, die Alten die Kappen. Dutzende oppositionelle Zeitungen sind auf den Gehsteigen ausgebreitet. An allen Ecken stehen Wahlkampfstände, die den Menschen erklären, wie die Wahlen ablaufen. Fahrzeuge mit Lautsprechern und stimmgewaltigen Aktivisten rollen dröhnend durch Städte und Dörfer.

Oberflächlich hat sich in kürzester Zeit alles verändert. Das Ausland hat kräftig Finanzhilfe geleistet und erwartet dafür ein Minimum an Respekt vor demokratischen Regeln. Die Grundstrukturen aber sind unverändert: Die Armee hat nach wie vor die volle Entscheidungsgewalt, die meisten Menschen haben weiter Angst, ihre Meinung auszudrücken, viele Gespräche enden in einem höflichen, aber definitiven Schweigen. 

Ein Drittel der Bevölkerung lebt weiter unter der Armutsschwelle, an den ländlichen Gebieten ist die Entwicklung vorbeigegangen. Thein Sein, Staatspräsident und Spitzenkandidat der Partei der Militärjunta USDP, legt den Menschen auf Facebook mit Nachdruck nahe, für ihn zu stimmen. Andernfalls drohe die Nation in dasselbe Chaos zu stürzen wie die Länder, die den arabischen Frühling erlebt hätten

Myanmar hat auch seine Häfen und Grenzübergänge geschlossen, um die in Thailand lebenden ethnischen Minderheiten daran zu hindern, wie es heißt, „in Massen ins Land zu drängen und die Wahlen zu stören.“ Eine Vorlage zu einem Waffenstillstandsabkommen mit den bewaffneten Minderheiten ist kürzlich gescheitert: Nur zehn von neunzehn Gruppen waren bereit, es zu unterschreiben. Die internationale Menschenrechtsorganisation State Crime Initiative kommt zu dem Schluss, dass die muslimische Minderheit der Rohingya Opfer eines Genozids ist, der von den Behörden mit organisiert wird und, von allen unbeachtet, in seine „Endphase“ eintritt
Das Wort „Rohingya“ taucht im Wahlkampf nirgends auf. Diejenigen, die wählen dürfen, sprechen lieber über Veränderung, und am liebsten unter Führung von Aung San Suu Kyi. Über diese Hoffnung geht die Vernichtung einer ganzen Bevölkerungsgruppe unter.
 

 

U Min Min Tun, Fremdenführer, Rangun

"Ich stamme aus seiner Familie, die aus Indien eingewandert ist. Meine Großeltern haben in der Kolonialzeit im damaligen Birma Arbeit gesucht. Ich führe heute Touristen durch Rangun und Umgebung und besorge ihnen die Bustickets, die sie brauchen. Ich habe noch Verwandte in Hyderabad, im Süden von Indien, aber ich kann es mir nicht leisten, sie zu besuchen. Ich bin für Aung San Suu Kyi und werde die NLD wählen. Aber ich habe nicht die geringste Hoffnung auf Veränderung, die Militärjunta ist schon so lange an der Macht. Ich will nur in Ruhe leben können und genug zum Leben haben."

 

U Min Min Tun, guide touristique, Rangoun
Pyay Kyaw Khin, Englischlehrer, Rangun

"Meine Mutter ist die Enkelin des letzten Königs von Birma, König Thibaw. Ich lebe seit der Unabhängigkeit 1947 in diesem Holzhaus, das uns die Engländer damals gnadenhalber zugewiesen haben, uns, die wir einer Königsfamilie angehören. Die Regierung hat nichts für uns getan, nur die Engländer haben uns ein Gnadenbrot überlassen, und ich ernähre meine Familie bis heute, indem ich Englisch unterrichte. 
Ich habe zuerst im Haushaltsministerium gearbeitet. Dann hat mich die Militärjunta angewiesen, in der Armee Englisch zu unterrichten. Nein sagen war natürlich nicht möglich, das konnte damals keiner. Und heute verachten mich alle und sagen, ich war der Englischlehrer der Junta. Dabei hat der Schwiegervater meiner Schwester unter der Diktatur versucht, General Ne Win zu töten, und ist dafür im Gefängnis gelandet. 
Aber keiner redet mehr mit mir, nicht einmal meine Schwester, die politisch engagiert ist, bei den Demokraten. Ich warte nur mehr aufs Sterben. Politik interessiert mich nicht mehr, aber ich respektiere unsere Regierung. Die Militärs werden die Macht nie an Zivilisten abgeben, das ginge ja gegen ihre Interessen. Wenn ich General wäre, würde ich die Macht auch nicht an die Zivilisten abgeben. Aber was ich wirklich denke, kann ich noch nicht sagen. Das ist für mich noch zu gefährlich. Unsere Demokratie ist noch zu jung, als dass sie schon etwas bedeuten würde."

 

Pyay Kyaw Khin, professeur d'anglais, Rangoun
Jerry, Tätowierer, Rangun

"Ich komme aus Mogok, im Tal der Rubine und Saphire. Meine Mutter gehört der Minderheit der Chin an, mein Vater der Volksgruppe der Shan. Mit 19 bin ich nach Malaysia ausgewandert, weil es hier keine Arbeit gab. Dort habe ich das Tätowieren entdeckt. Ich habe darüber gelesen, aus Youtube-Videos gelernt, wie man sich seine eigene Maschine basteln kann und mir dort die Technik abgeguckt. Selbst habe ich mich mit 15 zum ersten Mal tätowieren lassen, eine Eidechse auf dem Handrücken. 
Ich war neun Jahre in Malaysia, die letzten Jahre illegal. Dann bin ich nach Myanmar zurückgekommen und habe 2012 mein Tätowier-Studio aufgemacht. Unter der Militärdiktatur war das Tätowieren ins Abseits gedrängt worden. Die Menschen hatten vergessen, dass es seit Jahrhunderten zu unserer Geschichte und Kultur gehört. 
Ich werde die NLD wählen, wie alle. Weil wir eine zivile Regierung und eine neue Gesetzgebung brauchen. Ich habe viel in mein Studio investiert, und wünsche mir, dass es für das Tätowieren einen gesetzlichen Rahmen gibt, damit ich meinen Beruf in Ruhe ausüben kann. Es ist schwierig, in Myanmar ein Unternehmen aufzubauen,  weil die wirtschaftliche, politische und gesetzliche Lage sehr instabil ist."

 

Jerry, tatoueur, Rangoun
Thein Myant und Nyan Win, Taxifahrer, Rangun

"Wir treffen uns hier, um Wahltrakte für die NLD zu verteilen. Wir werden die Wahlen gewinnen, hundertprozentig. Aber die Militärs haben Myanmar bereits zugrunde gerichtet. Sie hätten das Land als ihre eigene Familie betrachten sollen, denn sie waren für es verantwortlich. Stattdessen haben sie dem Volk den Krieg erklärt, damit sich eine ganz kleine Gruppe bereichern kann. Die Mehrheit ist bettelarm, und das, obwohl unser Land so viele Bodenschätze besitzt. Das Land ist so am Boden zerstört, dass ein kleiner Fortschritt wie Wahlen nicht mehr ist, als die Fassade eines einfallenden Hauses zu übertünchen." 

 

Thein Myant et Nyan Win, chauffeurs de taxi, Rangoun
Maung Maung, Filmproduzent und Kameramann, Rangun

"Ich sehe es gar nicht gern, wenn man Religion und Politik vermischt. Seit die radikalen Mönche von Ma Ba Tha dem Parlament die Gesetze aufzwingen, dürfen unverheiratete Paare nicht mehr zusammenleben. Meine Freundin hat ein Jahr lang vorgeben müssen, dass sie in Singapur arbeitet, während sie in Wahrheit bei mir gewohnt hat. Wenn sie uns erwischt hätten, wären wir für drei Jahre ins Gefängnis gewandert. Wir haben heiraten müssen, damit wir zusammenleben können. Aber ich glaube, heute kann nichts mehr die Veränderung und den Sieg der NLD aufhalten.
Wenn heute jemand allein mit einem USDP-T-Shirt in Rangun rumläuft, wird er von der Menge gelyncht. Die Leute in den USDP-Meetings werden mit Bussen angekarrt und bekommen 2 Euro fürs Fähnchen-Schwenken. Die Militärs werden wieder versuchen, die Ergebnisse in den entlegeneren Wahlbüros zu fälschen, aber am Ende werden sie den Sieg der NLD anerkennen müssen, weil sie 95 Prozent der Bevölkerung hinter sich hat. Wenn sie es noch einmal wagen, ihnen den Sieg zu stehlen, bricht ein Aufstand aus, und das könnte schlimm werden, weil die Leute bereit sind zu sterben, um die Militärjunta loszuwerden." 

 

Maung Maung, producteur et caméraman, Rangoun
Ismaïl Mall, Schlosser in Rente, Rangun

"Das Regime hat dem Volk die Wahlen 1990 und 2010 gestohlen und ist immer noch fähig, das wieder zu tun. Nur schaut diesmal die ganze Welt zu. 6.000 internationale Beobachter kontrollieren den Verlauf der Wahlen. Ich bin seit 1988 Mitglied der NLD und finde die Perspektive dieser Wahlen sehr aufregend. 
Ich kann selbst nicht kandidieren, weil meine Eltern Muslime indischer Abstammung sind. Sie sind nach dem Ersten Weltkrieg nach Birma gekommen. Unter der Diktatur musste ich zwei Jahre warten, bevor ich einen Pass bekommen habe, der zwei Wochen gültig war, um nach Indien zu fahren. Damals durfte man nichts tun, nichts sagen. Heute können wir gegen 30 Dollar Gebühr einen Pass bekommen, der fünf Jahre gilt. Das ist großartig, jetzt kann ich meinen Sohn in Großbritannien besuchen.
Das Regime wird die Macht im März abgeben müssen, wenn der neue Präsident ernannt wird. Ich hoffe auch, dass die Spannungen zwischen den Volksgruppen nachlassen. Ich verstehe nicht, warum der Mönch Wirathu Buddhisten und Muslime gegeneinander aufhetzt. Das hat doch keinen Sinn. Als Aung San 1947 ermordet wurde, sind sechs Minister mit ihm gestorben, zwei von diesen Märtyrern waren Muslime. Die Muslime waren immer Teil unseres Staates. Alle Gruppen der Gesellschaft müssen respektiert werden, auch wenn wir wohl nie ganz so anerkannt sein werden wie die Birma-Mehrheit."

 

Ismaïl Mall, serrurier à la retraite, Rangoun
Lu Maw alias Mister Moustache, Schauspieler, Mandalay

"Ich bin einer der drei Schauspieler-Brüder, die als die „Moustache-Brüder“ in ganz Myanmar bekannt sind. 1996 hat Aung San Suu Kyi meinen Bruder Par Par Lay und meinen Cousin Lu Zaw zur Feier des Unabhängigkeitstages in ihr Haus eingeladen. Sie haben einen satirischen politischen Sketch gespielt, der in die Annalen eingegangen ist. Sie haben es gewagt, sich über die Generale lustig zu machen und die Korruption anzuprangern. Ein paar Tage später wurden sie mitten in der Nacht von der Geheimpolizei verhaftet, nachdem Spitzel unter den Zuschauern sie denunziert hatten. Sie wurden dann zu sieben Jahren Zwangsarbeit in einem Lager in der Provinz Kachin verurteilt. Amerikanische Schauspieler, darunter Bill Maher, und Unternehmen wie „The Body Shop“ haben eine internationale Kampagne für ihre Freilassung gestartet. Die Geschichte von Par Par Lay kommt sogar in dem Film „About a Boy“ mit Hugh Grant vor. Unter dem ausländischen Druck wurde die Strafe auf fünf Jahre verkürzt. Aber wir hatten auch nach ihrer Freilassung Auftrittsverbot. Also haben wir daheim weitergemacht. Bis zum Ende der Diktatur haben wir alle Ausländer, die in die Stadt kamen, zu einer Aufführung bei uns zu Hause eingeladen und gebeten, in ihrem Land davon zu erzählen, damit wir nicht ganz vergessen werden. Mein Bruder ist vor zwei Jahren gestorben, weil er im Arbeitslager nur bleiverseuchtes Wasser zu trinken bekommen hatte. Die Vergiftung hat ihn langsam, aber unaufhaltsam umgebracht.    
Mein Cousin und ich führen die Tradition noch weiter, mit Sketchen gegen die Junta vorzugehen, in die wir traditionelle Volkstänze einbauen. Aber die Generäle sehen uns heute nicht mehr als Bedrohung. Wir selbst verstehen uns nicht als politische Aktivisten, sondern einfach nur als Schauspieler. Natürlich unterstützen wir die NLD, weil sie die einzige Hoffnung auf eine Rettung des Landes darstellt. Aber die Junta wird sicher nicht einfach so aufgeben." 

 

Lu Maw alias Mister Moustache, comédien, Mandalay
Bhikku Eindaka, Samkar Village, Inle Lake

"Ich bin Familienvater und habe 20 Jahre lang eine Firma geleitet, aber eigentlich wollte ich seit meiner Jugend Mönch werden. Seit acht Jahren bin ich das jetzt wirklich. Ich kümmere mich um den Unterricht für die jungen Mönche im Kloster. Als offizielle Funktion steht auf meiner Karte: „Förderer der Lebenskraft der Jugend“. 
Buddhismus bedeutet weit mehr als nur zu Buddha beten, er ist eine Lebensweise, er lehrt uns, wie wir uns jeden Tag verhalten sollen, um unsere nächste Existenz zu verdienen. Es ist nicht einfach, den Eltern zu erklären, dass sie ihre Kinder ins Kloster schicken sollen, damit sie eine Erziehung erhalten. Die Leute verstehen nicht, wie wichtig das ist. Nach 50 Jahren Diktatur haben sie die Fähigkeit verloren, selbst zu denken. Deswegen zähle ich auf die junge Generation und versuche, sie zum Denken zu erziehen. (Zu Raj:) Sie sind Hindu, nicht wahr? Gut. Also, ich erzähle den Schülern zum Beispiel von den Muslimen hier im Land. Die Muslime bringen gerne Leute um, nicht wahr. Deswegen müssen wir unsere Rasse und unsere Religion gegen sie verteidigen."

 

Bhikku Eindaka, Samkar village, Inle Lake
Dae Soe, Lehrer, Mouleymine

"Ich bete seit zehn Jahren hier im Kloster Mya Sadi, weil meine Mutter immer gern hierhergekommen ist. Ich leite auch jeden Sonntag ehrenamtlich eine Gruppe, in der die Kinder lernen, wie man sich richtig verhält und höflich ist. Dieses Kloster wird von Ashin Sada Ma geleitet, der vor drei Jahren die Bewegung 969 gegründet hat, die heute unter dem Namen Ma Ba Tha bekannt ist. 
Die Mönche dieser Gruppe haben die Leute aufgerufen, für die USDP, die Partei der Militärs, zu stimmen. Sie sagen aber auch, dass letztlich jeder nach dem eigenen Gewissen entscheiden muss. Ich bin eine begeisterte Anhängerin der NLD und werde für Aung San Suu Kyi stimmen, die Mutter unseres Volkes. Ich habe sie schon drei Mal gesehen, ich liebe sie. Die Menschen wollen diese Junta nicht mehr, die nichts für sie tut. Der Staat muss mehr für Gesundheit und Bildung ausgeben. Aber mehr kann ich hier darüber nicht sagen."

 

Dae Soe, professeur, Mouleymine
Mr Anthony, Guest-House-Besitzer, Mouleymine 

"Ich bin müde. Ich habe keine Krankenversicherung, keine Rente, ich habe nicht einmal die 15 Dollar, um nach meinem Motorradunfall meinen Fuß im Krankenhaus behandeln zu lassen. Ich werde bis zu meinem Tod schuften müssen. 

Ich war Soldat in der Marine, aber als Christ und Kare wurde ich von der Birma-Mehrheit diskriminiert, die in der Armee das Sagen hat: keine Beförderung, keine Auslandseinsätze. Ich habe acht Jahre auf See gedient, und dann zwanzig Jahre als Telegrafist in dem Büro, in das sie mich versetzt haben. 

Ich weiß nicht, ob ich die Demokratie noch erleben werde, ich habe fünfzig Jahre in Unterdrückung gelebt. 1990 haben die Militärs meine Stimme gestohlen, und das verzeihe ich ihnen nie. Ich werde wieder NLD wählen, weil sie die einzigen sind, die das Land aus der Armut und der Korruption führen können, aber ich bin sehr pessimistisch. Die Generäle werden die Macht nie aufgeben, und Aung San Suu Kyi wird nie Präsidentin sein."

 

Mr Anthony, propriétaire d'une guesthouse,
Win Thein, Inhaber eines Ladens für Kunsthandwerk, Bilu Kyaun 

"Ich wähle die Mon-Partei. 60 Prozent der Bewohner unserer Insel gehören zur Volksgruppe der Mon. Wir wollen, dass unsere Kinder in ihrer Sprache unterrichtet werden, wir wollen mehr Krankenhäuser und andere Einrichtungen. In letzter Zeit hat es in Mouleymine Zusammenstöße zwischen den Volksgruppen gegeben, Übergriffe gegen Muslime und Hindus. Dabei war es hier immer friedlich. Sogar Angehörige der Birma-Mehrheit werden ihre Stimme der Mon-Partei geben, weil sie Abgeordnete wollen, die wirklich für unsere Insel und unsere Kultur eintreten."

 

Win Thein, propriétaire d'un magasin d'artisanat, Bilu Kyaun
Thin Thin Myint, Kandidatin bei den Wahlen, Hpa-An

"Ich bin Kandidatin für einen Sitz im Unterhaus des Parlaments. Ich trete für eine Partei an, die die Rechte der Karen-Minderheit verteidigt. Wir müssen uns alle zusammentun. Morgen veranstalten wir hier ein großes Meeting, bei dem wir den Dorfbewohnern unser Programm erklären wollen. Wir sind mit der NLD verbündet und wollen Aung San Suu Kyi zum Sieg verhelfen. Dann könnten wir eine Koalition bilden und alle gemeinsam für echte Veränderung arbeiten. 
Der Konflikt zwischen der Regierungsarmee und der Karen-Minderheit ist der älteste Bürgerkrieg der Welt, er dauert seit 1949. Dabei waren die Karen eine der ersten Minderheiten, die zu Waffenstillstandsverhandlungen bereit waren. Ich würde mir auch wünschen, dass durch diese Wahlen Frauen in die Regierung kommen. Wir kämpfen für mehr Demokratie, für die Rechte der Minderheiten und für mehr Frauen an der Macht."

 

Thin Thin Myint, candidate aux élections, Hpa-An

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016