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Von Athen nach Frankreich - die Umsiedlung von Flüchtlingen

Länder: Frankreich

Tags: Flüchtlinge, Griechenland

Im Oktober 2015 hat sich die EU auf ein System geeinigt, um die Flüchtlinge auf die 28 Mitgliedsstaaten zu verteilen, sie umzusiedeln. Doch seit Monaten ist dieses Programm ein Reinfall. Zum einen da die Flüchtlinge nicht freiwillig daran teilnehmen: Sie ziehen lieber auf eigene Faust zu Fuss los, als dass sie sich von dem Programm das Ziel ihrer Reise vorschreiben lassen. Zum anderen, da die Mitgliedländer nicht mitgezogen haben. Damit die Umsiedlung der Flüchtlinge funktionieren kann, müssen die Mitgliedsstaaten Plätze für den Empfang der Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Und das haben viele verweigert. 

Im Februar 2016 wurde die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien geschlossen. Mehr als 5400 Flüchtlinge sassen auf griechischer Seite fest. Damit ist die Umsiedlung nunmehr ihre einzige Chance, um auf legalem Wege nach Nordeuropa zu gelangen. Seitdem wollen sich viele für das Programm einschreiben. Die nordeuropäischen Staaten zögern noch, um den Anfragen stattzugeben. Aber einige haben ihre Aufnahmekapazität aufgestockt. Und auch wenn Frankreich noch weit vom Ziel entfernt ist, scheint das Land am Offensten für das Programm der Umsiedlung zu sein. Die Franzosen haben versprochen 30 000 Flüchtlinge bis Ende 2017 aufzunehmen. Unsere Reporter haben eine Familie begleitet, die Dank der Umsiedlung nach Frankreich kommt.

La relocalisation des migrants

Sehen Sie sich auch unsere Webserie "Von Damaskus ins Elsaß" an, das Tagebuch zweier syrischer Flüchtlinge, die nach Europa kamen. ARTE Reportage begleitete Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa.  In der 360° Reportage "Wasala - Ankommen" entdecken Sie das Leben in einer Flüchtlingsunterkunft und in unserer Analyse erfahren Sie mehr über den Pakt zwischen EU und Türkei. 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016