|

Verwaltungshaft für hungerstreikenden Allan ausgesetzt

Länder: Israel

Tags: Hungerstreik, Palästina, Mohammed Allan

Im November 2014 war der Palästinenser Mohammed Allan festgenommen worden, weil er mutmaßlich in der von Israel als Terrororganisation eingestuften Palästinesergruppe Islamischer Dschihad aktiv war. Seitdem wird er ohne Anklage und Prozess in israelischer Verwaltungshaft, der sogenannten Administrativhaft, festgehalten. Aus Protest ist der 31-Jährige Anwalt in den Hungerstreik getreten und hat zwei Monate lang keine Nahrung mehr zu sich genommen. Allans Forderung: ein Prozess oder die Freilassung.

Inzwischen hat der Oberste Gerichtshof in Israel die Verwaltungshaft für Allan wegen seines kritischen Gesundheitzustands ausgesetzt, er soll infolge seines Hungerstreiks mehrere Tage im Koma gelegen und einen Hirnschaden erlitten haben. Das Gericht urteilte, dass er nun im Krankenhaus behandelt werden müsse. Laut der Anordnung in dem am Mittwoch gefällten Urteil ist die Anordnung ab sofort außer Kraft gesetzt. Der Fall Mohammed Allan ist inzwischen zum Politikum geworden, darüber berichtet Uri Schneider. 

 

Une grève de la faim qui pose un ultimatum à Israël

Die Administrativhaft
Derzeit werden 400 Palästinenser in israelischen Gefängnissen in Verwaltungshaft festgehalten. Die Inhaftierten harren ohne Anklage und ohne Prozess in Gefängnissen aus. Die umstrittene Maßnahme kann alle sechs Monate unbegrenzt wiederholt werden.

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016