"Vermisst! Syriens geheime Kriegswaffe" - Der Dokumentarfilm

Länder: Syrien

Tags: Verschwindenlassen, Assad

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat einen Bericht veröffentlicht, in dem sie die Situation in syrischen Gefängnissen anprangert. Tausende Häftlinge sind demnach mittels Schlägen, Elektroschocks, Vergewaltigungen und Verbrennungen grausam misshandelt und gefoltert worden. Der mit dem Albert-Londres Journalistenpreis ausgezeichnete Film "Vermisst! Syriens geheime Kriegswaffe" zeigt die grausamen Methoden eines durchdachten Todesapparats, wo Willkür, Grausamkeit und Folter an der Tagesordnung sind. 

Für die ARTE Koproduktion "Vermisst! Syriens geheime Kriegswaffe" haben die beiden Journalisten Etienne Huver und Sophie Nivelle-Cardinale den renommierten Albert-Londres-Preis erhalten. Es ist die renommierteste journalistische Auszeichnung in Frankreich.

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"In Syrien finden immer noch systematische Verschleppungen statt" - Etienne Huver im Interview mit ARTE Info.

Die beiden Journalisten haben während anderthalb Jahren recherchiert, wie der syrische Staat systematisch Bürger verschleppt. Ihr Film zeigt die grausamen Methoden eines durchdachten Todesapparats, wo Willkür, Grausamkeit und Folter an der Tagesordnung sind. 

 

Les disparus de Syrie

In einem am 5. November 2015 erschienenen Bericht heißt es, in Syrien gebe es einen "heimtückischen Schwarzmarkt, bei dem verzweifelte Angehörige auf der Suche nach ihren verschwundenen Verwandten auf skrupellose Weise ausgebeutet werden". Philip Luther, der Leiter der Amnesty-Sektion für den Nahen Osten und Nordafrika erklärte: "Die Verschleppungen durch die Regierung sind Teil einer berechneten und umfassenden Attacke gegen die Zivilbevölkerung".