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Vereinigtes Königreich – Immer mehr Frauen verbringen ihre Zeit mit Online-Spielen

Länder: Großbritannien

Tags: Video-Spiele, 1915

Entgegen aller Klischees spielen in Großbritannien mehr Frauen als Männer Video-Spiele.

Sind die Briten bald alle spielsüchtig? Zumindest legt das eine Studie des IAB nahe. Im Verband IAB (Internet Advertising Bureau) sind britische Unternehmen, Medien und Agenturen vertreten, die im Internet werben. Seiner Studie zufolge spielen etwa 33,5 Mio. Briten (das sind immerhin 70% der Gesamtbevölkerung) regelmäßig Computer-Spiele. Erklären lässt sich diese Begeisterung u.a. mit der wachsenden Anzahl von kostenlosen Online-Spielen auf mobilen Endgeräten. „Smartphones und Tablets hatten in den letzten Jahren immense Auswirkungen und haben uns zu einer Nation von Spielern gemacht“, so unlängst die Tageszeitung The Independent.


Für Steve Chester, den Leiter der Forschungsabteilung des IAB, haben Smartphones und ähnliche Geräte „die Hürden eingerissen, weil Spiele leichter zugänglich wurden und so ganz andere Nutzerkreise neu hinzukamen.“ Online-Spiele haben längst nicht mehr das Image, nur etwas für jugendliche Geeks zu sein, die den ganzen Tag vor dem PC hocken. In der Studie kommt zum Vorschein, dass heutzutage der Anteil der über 44-jährigen Gamer höher ist als der von Kindern und Jugendlichen (27% im Vergleich zu 22%). Eine weitere Erkenntnis ist, dass Gamer sehr oft weiblich sind: 52 % der Nutzer, die in den letzten sechs Monaten an einem Bildschirm gespielt haben, sind Frauen. Derzeit spielen die Briten im Durchschnitt sechs Stunden pro Woche.

 

 

Nadine Ayoub