Venezuela: Das Erbe des Comandante

Länder: Venezuela

Tags: Demonstranten, Opposition, Barrikaden, Widerstand

Ein Jahr nach dem Tod des Präsidenten Hugo Chavez scheint es seinem Nachfolger Nicolas Maduro nicht zu gelingen, sein Land zusammenzuhalten.

Venezuela : chronique d’un pays divisé (extrait)

 

Die Gräben zwischen der Opposition und den Anhängern des Präsidenten sind tiefer als je zuvor – täglich demonstrieren die Gegner des Erben des "Comandante" und der schlägt hart zurück.

In den letzten zwei Monaten wurden hunderte Demonstranten verletzt, 40 starben. Die Gegner Maduros protestieren gegen die immer höheren Lebenshaltungskosten und die um sich greifende Kriminalität, gegen die die Polizei anscheinend kaum etwas auszurichten vermag. Sie wollen die demokratisch gewählte Regierung zum Rücktritt drängen. Für die Anhänger des alten und des neuen Präsidenten sind die Demonstranten bloß alles Faschisten, die den Umsturz wollen.   

Nun bewegen sich beide Parteien hin zu einem Dialog – allerdings in einer angespannten Situation: Trotz aller Aufrufe zur Ruhe, regiert weiter die Gewalt in den Straßen des Landes und was aus all dem noch werden soll, das wagt keiner vorherzusagen. In der Universitäts-Stadt Mérida etwa stehen noch immer die Barrikaden, gerüstet zum Widerstand und nicht zum Dialog. Unsere Reporter versuchen zu verstehen, was in Venezuela gerade geschieht. 


von Pascale Mariani, Juan Orozco, Felipe Camacho und Catalina Lobo-Guerrero – ARTE GEIE / Baozi Productions – Frankreich 2014 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016