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USA: Schwarze im Nachteil

Länder: Vereinigte Staaten Von Amerika

Tags: Ferguson

Das Opfer, der 18-jährige Michael Brown, ist schwarz. Der Polizist, der die tödlichen Schüsse abfeuerte, weiß. Die Autopsie stellte sechs Schüsse fest, davon zwei in den Kopf. Das Schicksal des Jugendlichen wühlt bereits seit 10 Tagen die Kleinstadt Ferguson auf – fast jeden Abend kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten.

67 %

der Einwohner von Ferguson sind schwarz, der Bürgermeister und fünf von sechs Stadträten weiß.

 

Ferguson in Zahlen:

In der Kleinstadt Ferguson, einer Vorstadt von St. Louis ist 67% der Bevölkerung schwarz und nur 29% weiß. Dennoch wird ein Großteil der lokalen Behörden von Weißen dominiert, so auch die Polizei: 94% der Polizisten sind weiß, das heißt 3 schwarze Offiziere kommen auf 53 weiße. 92% der Festnahmen betreffen schwarze Anwohner, obwohl nur in 22% der Fälle eine illegale Handlung zu Grunde lag, entgegen 34% bei den festgenommenen Weißen.   

Mit erhobenen Händen marschieren die Demonstranten allabendlich durch die Straßen – Symbol für den wehrlosen Michael Brown, der ebenfalls die Hände gehoben haben soll, bevor die tödlichen Schüsse fielen.

Der Vorfall rückte eine Kleinstadt ins Rampenlicht, in der 67 Prozent der Einwohner schwarz sind, aber der Bürgermeister und fünf von sechs Stadträten weiß.

Ferguson ist kein Einzelfall. Bis hin zur Regierung sind Schwarze in der amerikanischen Bevölkerung auch heute noch schwächer gestellt. Politik, Einkommen, Bildung – ARTE Info hat die wichtigsten Zahlen für Sie zusammengestellt.

 

 

 

 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016