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USA: Mehr Tote durch Rechtsextreme als durch radikale Islamisten

Länder: Vereinigte Staaten Von Amerika

Tags: Dschihad, Terrorismus, Rassismus, Rechtsextremismus

Seit den Attentaten vom 11. September 2011 mit fast 3000 Toten, hat es in den USA 26 tödliche Terrorattacken gegeben. Das besagt eine Studie von New America, einem wissenschatlichen Institut in Washington. Die letzte rassistisch motivierte Tat in Charleston in South Carolina, bei der neun Afroamerikaner ums Leben kamen, ist gleichzeitig auch der tödlichste Angriff seit der Schießerei von Fort Hood: Am 5. November 2009 erschoss der Kommandant Nidal Malik Hasan, US-Amerikaner mit palästinensischen Wurzeln und Psychiater in der Armee, 13 Menschen in der gleichnamigen Kaserne. 

Rassistische Motive im ersten Fall, Djihadismus im zweiten: Die Schießereien von Charleston und Fort Hood zeigen die momentanen Hauptproblemlagen in den USA. Aber überraschenderweise sind weißen Rassisten und Antiregierungsgruppen seit 2001 mehr Menschen zum Opfer gefallen als radikalen Islamisten - zumindest auf US-amerikanischem Boden. Insgesamt starben durch nichtmuslimische Extremisten 48 Menschen und 26 durch Attentäter, die sich dem Djihad verschrieben hatten.

Diese Statistik steht der allgemeinen Auffassung klar entgegen, aber sie überrascht den Wissenschaftler John G. Horgan nicht. Er forscht an der Universität von Massachusetts zu Terrorismus. "Die Bedrohung durch den islamistischen Terror ist in den USA überschätzt worden", erklärt er der New York Times. "Auf der anderen Seite wurde die Gefahr durch die extreme Rechte und Gewalt durch Antiregierungsgruppen völlig unterschätzt."

Um mehr über die 26 Terrorattacken zu erfahren (Datum, Ort, Zahl der Opfer), die es seit 2001 in den USA gegeben hat, fahren SIe mit der Maus über das Diagramm.

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016