USA: Die Ölpest auf dem Meeresboden

Länder: Vereinigte Staaten Von Amerika

Tags: BP, Öl

Ein Jahr nach der Explosion auf der Deepwater Horizon im Golf von Mexico rätseln die Wissenschaftler noch immer, wo der größte Teil der 750 Millionen Tonnen Rohöl eigentlich geblieben ist. BP löste die Ölpest auf der Wasseroberfläche mit Millionen Tonnen von Chemikalien auf – das Rohöl versank spurlos in den Tiefen des Ozeans.

Chuck Fisher von der Pennsylvania State University ist einer der Experten für die Meeresbiologie im Golf von Mexico.

Seit vielen Jahren erforscht er das Leben von Tieren und Pflanzen in der Tiefsee – unabhängig von den Interessen der großen Konzerne hat er eine Forschungsreise in den Golf nach der Ölkatastrophe organisiert.

1400 Meter tief tauchten sie mit einem bemannten U-Boot bis auf den Grund des Ozeans, nachdem sie die Spuren der gewaltigen Schwaden des aufgelösten Öls kartographiert hatten.

Und was sie dort unten fanden, übertraf ihre schlimmsten Erwartungen: In einem riesigen Gebiet sterben die Korallenwälder – statt leuchtend-rot schimmern sie braun, überzogen und erstickt von dem aufgelösten Öl.

Die Folgen dieser größten Ölkatastrophe der Geschichte auf das Leben im Meer im Golf von Mexico werden sich wohl erst in den nächsten Jahren in vollem Umfang zeigen. Eines ist klar: Spurlos verschwunden sind die 750 Millionen Tonnen Rohöl aus der Deepwater Horizon nicht...

Eine reportage von Beatrice Tillmann – ARTE GEIE / Fernsehbüro-Modzilla – Deutschland 2011

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016