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Ungleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Länder: Europäische Union

Tags: durchgecheckt, Arbeitslosigkeit, Ungleichheit

Nicht alle Bevölkerungsschichten sind gleich stark von Arbeitslosigkeit betroffen. Alter und Bildungsniveau spielen dabei eine entscheidende Rolle. 

Wer gilt als arbeitslos?

Arbeitslosigkeit bezeichnet den Zustand, in dem eine Person unfreiwillig erwerbslos ist und nach einem Arbeitsplatz sucht. In der französischen volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung werden Arbeitslose als "aktiv" gezählt.

Früher war es sehr kompliziert, die Zahl der Arbeitslosen zu erfassen und internationale Vergleiche durchzuführen.

Das Internationale Arbeitsamt der Internationalen Arbeitsorganisation ILO hat daher eine genauere Definition des Begriffs Erwerbslosigkeit erarbeitet. Als erwerbslos gilt laut der ILO jede Person die:

1) in der Erhebungswoche nicht gearbeitet hat (keine einzige Stunde);
2) tatsächlich arbeitssuchend ist;
3) innerhalb von zwei Wochen eine neue Arbeit aufnehmen könnte.

Mehr Informationen:

- Arbeitslose und Arbeitslosenquote in Deutschland

Im November 2013 gab es in Deutschland 2,81 Millionen Arbeitslose.
Doch diese Zahl muss differenziert betrachtet werden.
 

 

UNSOZIALE ARBEITSLOSIGKEIT

 

Arbeitslosigkeit ist ein zutiefst unsoziales Phänomen. Das Alter spielt eine entscheidende Rolle, denn in allen Ländern leiden zuallererst die Jugendlichen unter der Erwerbslosigkeit.

Auch das Ausbildungsniveau hat großen Einfluss darauf, ob Arbeitslosigkeit droht oder nicht. Ein Universitätsabschluss bleibt nach wie vor der beste Schutz gegen den Verlust des Arbeitsplatzes, wobei deshalb niemand gegen den sozialen Abstieg gefeit ist.

Keine großen Unterschiede gibt es hingegen bei der Zahl arbeitsloser Frauen und Männer.

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016