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Ungarn - eine schwierige Beziehung

Länder: Ungarn

Tags: Politik, Deutschland, Viktor Orban, Wirtschaftsbeziehungen

Seit Jahren war sie nicht zum Staatsbesuch in Ungarn - Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ihr ungarischer Kollege Viktor Orban hat sich durch einen repressiven Regierungsstil selbst ins Abseits der internationalen Politik manövriert. Seine engen Beziehungen zu Russland und sein Umgang mit den Medien und der Opposition im eigenen Land haben ihm in den vergangenen Jahren Isolation und Kritik gebracht. 

Nun kam die deutsche Bundeskanzlerin doch zu Besuch. Der Termin dürfte nicht zufällig gewählt worden sein - Mitte Februar wird Kremlchef Vladimir Putin in Budapest erwartet. Bei dem Treffen soll es um milliardenschwere Energiegeschäfte gehen.
 

Angela Merkel fand klare Worte bei ihrem Besuch: Auch wenn man eine sehr breite Mehrheit habe wie der ungarische Ministerpräsident, sei es sehr wichtig, "in einer Demokratie die Rolle der Opposition, die Rolle der Zivilgesellschaft, die Rolle der Medien zu schätzen".  


Deutschland und Ungarn verbinden enge Wirtschaftsbeziehungen. Was demokratische Werte angeht, entfernt sich Ungarn jedoch immer weiter von Deutschland und vielen anderen EU-Staaten - und nicht nur das. Auch in der Ukraine-Krise vertritt Orban eine russlandfreundliche Position, obwohl er bisher die europäischen Sanktionen mitträgt. 

Auf welcher Seite steht Ungarn? Was verbindet Deutschland und Ungarn - und was nicht? 

 

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016