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Umstrittene Korruptionsbekämpfung

Länder: China

Tags: Korruption, Folter

In China hat Präsident Xi Jinping nach seinem Machtantritt die umfangreiche Kampagne der sogenannten "Sauberen Hände" begonnen. Seitdem werden wöchentlich immer mehr Korruptionsskandale bekannt, in die Mitglieder der Kommunistischen Partei verwickelt sind. Im vergangenen Jahr kam es nach Angaben der chinesischen Regierung zu 180.000 Verurteilungen.

Hinter der beeindruckenden Bilanz des Kampfes gegen die Korruption verbirgt sich allerdings eine Praxis, die weit weniger ruhmreich ist: das von der Kommunistischen Partei angewandte System des "Shuanggui". Verdächtige werden von parteiinternen Ermittlern solange verhört, bis sie Geständnisse liefern – unter Anwendung körperlicher und psychischer Strafen, die Menschenrechtsaktivisten als Folter bezeichnen. In der Reportage von Baptiste Fallevoz berichten Zeugen über ihre Erlebnisse.

Chine : la torture contre la corruption

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016