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Reisetagebuch: Ukraine

Länder: Ukraine

Tags: Fotografie

Im März 2016 berichtete der Fotoreporter Guillaume Herbaut für ARTE Info täglich aus der Ukraine und führte damit eine Arbeit fort, die er bereits 2013 begonnen hatte. Herbaut reiste in den Osten des Landes, in die Region um Donbass jenseits der Frontlinie, die die Ukraine von den autonomen Gebieten, der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Lugansk, trennt. Die Lage in der prorussischen Region war angespannt und genau das hat Herbaut mit seiner Kamera eingefangen. 

Seine Arbeit wurde nun mit der Trophäe Web Journalisme des Prix Bayeux-Calvados des correspondants de guerre gewürdigt.

 
Ukraine Karte 2
 
Guillaume Herbaut - ein Fotograf auf heiklem Terrain 

 

Mehr zum Thema

Die Internetseite von Guillaume Herbaut http://www.guillaume-herbaut.com/

Bibliografie
> Ukraine : de Maïdan au Donbass
CDP Éditions, 2014
> La Zone
Naïve Livres, 2011
> Odon Vallet
Biographie Philanthropique, Democratic
Books
, 2010
> Shkodra
CDP Éditions, 2008
> Urakami
Anabet Éditions, 2006
> Tchernobylsty
Éditions Le Petit Camarguais, 2003.

Seinen ersten großen Schritt in Richtung Fotografie unternimmt Guillaume Herbaut 1995, als er das Fotografen-Kollektiv "Œil Public" mitbegründet, das sich später zu einer renommierten Fotografie-Agentur entwickelt. Seine ersten Arbeiten entstehen an historischen Orten - Orten voller Erinnerungen und Symbolik. Darunter auch in die Ukraine, nach Tschernobyl.

2001 reist Guillaume Herbaut dorthin, um an einem Projekt zu arbeiten und findet so viel Gefallen an dem Land, das es fortan zu einem zentralen Thema in seinen Fotografien wird und sich wie ein roter Faden durch seine Laufbahn zieht. 2004 dokumentiert er beispielsweise die Orange Revolution, erzählt die Geschichte der ukrainischen Minenarbeiter im Donbass und thematisiert die Rückkehr der Kosaken sowie das ukrainische Nationalgefühl.

Vier Jahre später fotografiert er die Spannungen innerhalb der Krim-Gemeinschaft und setzt seine Arbeit in den kontaminierten Zonen von Tschernobyl fort - eine Arbeit, für die er 2011 mehrfach ausgezeichnet wird. Noch im selben Jahr schließt er sich der Fotoagentur "Institute" anschließt. 2013 kocht die Stimmung in der Ukraine hoch und Guillaume Herbaut reist sofort dorthin, verfolgt die Ukraine-Krise vor Ort und wird zum wichtigen Zeitzeugen. Seine preisgekrönte Fotoserie "Ukraine : de Maïdan au Donbass" ("Ukraine: vom Maidan zum Donbass") entsteht, aus der er schnell ein Buch mit dem gleichnamigen Titel fertigt.

Doch Guillaume Herbaut reist nicht nur in die Ukraine, sondern auch zu anderen geschichtsträchtigen Orten, darunter Tschernobyl, Auschwitz, Nagasaki. Seine Arbeiten wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit zwei World Press Photo Awards und dem französischen Niépce-Preis für Fotografie.

 

 

Zuletzt geändert am 31. Oktober 2018