Tschernobyl: 30 Jahre später

Länder: Ukraine

Tags: Pripryat, Atomkatastrophe

Noch immer ist die Narbe nicht verheilt: So groß wie Luxemburg ist die verbotene Zone um den Reaktor nach der Katastrophe.

Tchernobyl 30 ans après

 

3600 Quadratkilometer der Ukraine sind 30 Jahre nach der größten Atomkatastrophe aller Zeiten noch immer verstrahlt – und doch hat die Natur sich dort nicht unterkriegen lassen. Die Bäume wachsen und brechen durch die Häuser, das Wild streift durch die neuen Wälder und Wiesen. Sogar Menschen sind zurückgekommen, vor allem die, die den toten Reaktor unter der Betonhülle irgendwann abbauen sollen. Mit Dosimetern bewaffnet und genau kalkulierten Arbeitszeiten, um sich den radioaktiven Strahlen bloß nicht zu lange auszusetzen. 80 000 Menschen starben in den letzten 30 Jahren an den Folgen des GAUs in Tschernobyl.  

An diesem Ort aber leben trotz alledem auch Menschen, die alle diese Gefahren ignorieren: Inzwischen im Alter von Großmüttern sind sie zurückgekommen in ihre alten Häuschen, bestellen ihre Gärten, füttern ihre Hühner und sorgen sich nicht um die radioaktive Belastung der Früchte ihrer Arbeit. Diese Welt zeigt uns Igor, Videofilmer und Rocker. Seinen Lieblingsonkel hat er damals durch den Super-GAU verloren und heute arbeitet er mit am künftigen Abbau des Reaktors. Wissenschaftler schätzen übrigens, dass der noch mindestens 24 000 Jahre strahlen wird…

 

von Jean-Yves Huchet, Georges Tillard und Lena Ilinova – Hikari Films – Frankreich 2016

 

 

Interview

Comicreportage

ARTE Reportage hat den Zeichner Nicolas Wild gebeten, das Team zum Dreh nach Tschernobyl zu begleiten...

 

Zuletzt geändert am 6. November 2017