Tschad: Suche nach Gerechtigkeit

Länder: Tschad

Tags: Hissène Habré, afrikanische Richter

Am 30 Mai verurteilte ein Sondertribunal im Senegal den ehemaligen Gewaltherrscher des Tschad, Hissène Habré, zu lebenslanger Haft.

Justice pour le Tchad

 

Verurteilt wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Folter und Kriegsverbrechen - es war das erste Urteil dieser Art in Afrika und ein starkes Signal gegen die Kultur der Straflosigkeit auf dem ganzen Kontinent. Vor allem auch, weil afrikanische Richter dieses Urteil sprachen: Die Afrikanische Union verlieh ihnen ihr Mandat, finanziert wurden diese sogenannten "Außerordentlichen Afrikanischen Kammern" zum großen Teil von den Ländern Afrikas.      

Es ist 26 Jahre her, dass Hissène Habré in den Senegal floh, nachdem er sein Land vom Juni 1982 bis Dezember 1990 terrorisiert hatte – werden seine Opfer nun Frieden finden? 5.000 Kilometer liegen zwischen dem Tschad und Dakar, dem Ort des Prozesses im Senegal. Deshalb hat eine Kommission die Gerichtsverhandlung gefilmt, und sie fuhr damit durch den Tschad, um den Menschen vorzuführen, wie ihr Peiniger Hissène Habré vor seinen Richtern stand. Die ARTE-Reporter durften sie begleiten und sie sammelten mit ihnen die Aussagen seiner Opfer.

 

Von Anne Poiret, Philippe Brault und Alex Cardon – ARTE GEIE / Quark Productions – Frankreich 2016

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Zuletzt geändert am 3. Oktober 2016