Thailand: Die Malaria ist nicht besiegt

Länder: Thailand

Tags: malaria

Noch immer infizieren sich jedes Jahr über 215 Millionen Menschen mit der Malaria und noch immer sterben jedes Jahr 650 000 Frauen, Männer und Kinder an den Schwärmen einzelliger Parasiten, die ihnen Stechmücken in die Blutbahn injiziert haben. Mit 40 Prozent lebt fast die Hälfte der Weltbevölkerung in Malaria-Risikozonen. Und die Erreger der Malaria zeigen sich immer resistenter gegen die Medikamente.

Zwei Milliarden Dollar investierte die Internationale Gemeinschaft letztes Jahr in den Kampf gegen die Ausbreitung der Malaria. Die Todesrate bei der Erkrankung ist seit dem Jahr 2000 zwar zurückgegangen, die Wissenschaftler aber zeigen sich sehr beunruhigt: Auch das heute effizienteste Medikament gegen die Malaria zeigt neuerdings Schwächen in Kambodscha, Myanmar, Vietnam und Thailand. Noch immer heilt es die Patienten, aber es dauert immer länger, bis die Parasiten im Blut besiegt sind. 

Die ARTE Reporter waren in Mae Sot, im Westen Thailands an der Grenze zu Myanmar, in der « Shoklo Malaria Research Unit (SMRU) », einem der führenden Malaria-Forschungszentren der Welt. Hier behandeln Ärzte in fünf Kliniken viele tausend Patienten aus der Grenzregion, darunter auch Flüchtlinge aus Myanmar und viele Wanderarbeiter – gleichzeitig erforschen Wissenschaftler in den Labors der Kliniken die Entwicklung des Malaria-Erregers. Hier stellten sie auch die beunruhigende neue Resistenz des Parasiten fest. 

Arte Reportage zeigt den Kampf der Ärzte und Wissenschaftler des SMRU um das Leben ihrer Patienten und ihren Kreuzzeug gegen die Malaria.

Eine reportage von Nathalie Georges und Elsa Kleinschmager – ARTE GEIE – Frankreich 2012