Texas: Der Fall Skinner

Länder: Vereinigte Staaten Von Amerika

Tags: Todesstrafe

Hank Skinner sitzt seit 19 Jahren in der Todeszelle. Dreimal schon ist er seiner Hinrichtung nur haarscharf entgangen. Angeklagt wurde er wegen des Mordes an seiner Freundin und deren zwei Söhnen, zum Tode verurteilt 1995 - obwohl er von Anfang an seine Unschuld beteuerte. Seine letzte Hoffnung ist jetzt ein DNA-Test.

Der Fall Skinner – das Gerichtsverfahren und das Urteil gegen den Texaner ist in den USA einer der Schlüsselfälle in der Diskussion über die Abschaffung der Todesstrafe. Texas steht noch immer an der Spitze der Staaten, die exekutieren, mit 500 Hinrichtungen seit der Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976. In allen anderen Staaten zögern sie die Exekutionen zum Tode Verurteilter hinaus, sechs Bundesstaaten haben die Todesstrafe in den letzten sechs Jahren abgeschafft. 

Nach 19 Jahren in Einzelhaft im Todestrakt kämpft Hank Skinner noch immer um seine Unschuld; Sein letzter Etappensieg ist die Zulassung einer DNA-Probe an den Kleidungsstücken aus der Mordnacht. Zwei Jahre lang hat unser Reporter den Fall Skinner aus der Nähe beobachtet. Er zeigt uns in seiner Reportage ein erschütterndes Bild über das Schicksal eines Mannes in einem Justizsystem, dessen gravierende und systemimmanente Mängel gerade in diesem Fall sehr deutlich zu Tage treten.

Eine reportage von Renaud Dumesnil –ARTE GEIE - USA 2013 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016