• L'enquête de la semaine 13

    Ungarn: Jagd auf Obdachlose

    Anfang 2012 verabschiedete Ungarn ein neues Gesetz: Wer auf der Straße lebt, muss Bußgeld bezahlen, und wer nicht zahlen kann, kommt ins Gefängnis. Damit sollen Budapest und andere Städte des Landes von Stadtstreichern "gesäubert" werden. Zur Anwendung des neuen Gesetzes schreckte Ministerpräsident Viktor Orbán sogar vor einer Verfassungsänderung nicht zurück. Die freiheitsberaubende Maßnahme rief eine Welle der Empörung hervor. Eine riesige Solidaritätsbewegung organisierte sich zunächst in Ungarn, dann europaweit.