Südsudan: Erst Krieg dann Hungersnot

Länder: Südsudan

Tags: Bürgerkrieg, Flüchtlinge, Hungersnot

Drei Jahre nach der Unabhängigkeit versinkt der Südsudan seit Dezember letzten Jahres immer tiefer im Bürgerkrieg zwischen den verfeindeten Ethnien des Präsidenten und denen seines ehemaligen Stellvertreters: 1,2 Millionen Menschen sind auf der Flucht – die Vereinten Nationen warnen vor der Gefahr einer Hungersnot im Land.

Soudan du Sud : famine annoncée (extrait)

Samstag, 12. Juli

17:05

ARTE Reportage

 

Zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte der UNO öffneten die Blauhelme im Dezember ihre Militärcamps für die Flüchtlinge vor den Kämpfen zwischen der Armee und den Rebellen. Der politisch motivierte Konflikt zwischen dem amtierenden Präsidenten Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Rieck Machar weckte die uralten Konflikte zwischen den Völkern der Dinka und der Nuer, sie bilden zusammen die Mehrheit der Stämme im Südsudan.  Vermutlich sind inzwischen zehntausende Menschen, Zivilbevölkerung, Soldaten und Rebellen, in den Kämpfen gestorben. Die Lage spitzt sich immer weiter zu, vor allem auch, weil die Menschen auf dem Land sich nicht mehr richtig um ihre Ernte im kommenden September kümmern können. Zurzeit versuchen 55 Hilfsorganisationen die Flüchtlinge im eigenen Land mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen- sie aber werden stark behindert durch die Regenzeit. Unsere Reporter haben im Südsudan mit den verfeindeten Völkern gesprochen sowie mit den Opfern und ihren Helfern.  

 

Von Olivier Joulie und Pierre Creisson – ARTE GEIE / Camicas Productions – Frankreich 2014 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016