Korea: Der Preis der Freiheit

ARTE Reportage - Samstag, 25. November 2017 - 16:40

Länder: Südkorea

Tags: Nordkorea Flüchtlinge, Eingliederung

Nordkoreaner riskieren ihr Leben, wenn über China fliehen, denn die Chinesen schieben sie wieder ab in ihre Heimat.

Wer aus Nordkorea über China flieht, der braucht unbedingt gute Fluchthelfer, sonst riskiert er es, bei den häufigen Passkontrollen in China erwischt zu werden. Die chinesischen Behörden schicken sie dann meistens wieder zurück in ihre Heimat. Dort erwarten die Flüchtlinge strenge Verhöre, Gefängnis, Folter, und im schlimmsten Fall, der Tod in einem Zwangsarbeitslager – Flucht gilt als ein schwerer Verrat an den „Idealen“ des stalinistischen Regimes.

Unsere Reporter begleiteten Flüchtlinge aus Nordkorea über China bis nach Südkorea: 5000 Kilometer im Zug, Bus, Taxi und auch zu Fuß. Manche brauchen dafür fünf Jahre, für Menschenschmuggler sind sie eine leichte Beute: Zwangsarbeit und Zwangsehen drohen ihnen. Song He, ein junges Mädchen aus Nordkorea, schaffte die Flucht nach Südkorea und machte dort eine erstaunliche Karriere: Sie moderiert inzwischen eine Sendung, in der Nordkoreaner ihre Schicksale erzählen - vielen fällt es schwer, sich in der geld- und leistungsorientierten Gesellschaft Südkoreas zu integrieren.

 

von Brando Baranzelli, Olivier Ponthus, Vincent Reynaud, Sébastien Eppinger, Luca Steinmann  – ARTE GEIE / Yemaya Productions – Frankreich 2017

Zuletzt geändert am 25. April 2018