Sizilien: Neuer Hafen für Flüchtlinge

Länder: Italien

Tags: Sizilien, Boots-Flüchtlinge, Rettungsaktion, Lampedusa

Als im Oktober 2013 über 360 Boots-Flüchtlinge vor Lampedusa ertranken, da ging ein Aufschrei durch Europa: „Nie wieder!“ Italien schloss das Zentrum für Flüchtlinge auf Lampedusa und startete die Rettungsaktion „Mare Nostrum“, um die Menschen schon auf hoher See zu retten.

 

Sicile : le nouveau Lampedusa
Nun landen die Flüchtlinge eskortiert von der italienischen Marine nicht mehr auf Lampedusa sondern auf Sizilien – und es werden immer mehr.    

Denn die Menschenschmuggler haben auf diese Neuigkeiten reagiert: Die Route Richtung Italien ist jetzt weniger gefährlich und auch leichter zu organisieren, deshalb schicken sie immer mehr Boote mit Flüchtlingen übers Meer. Die Küstenwache bringt sie dann in die Häfen der kleinen Orte im Süden Siziliens. Die aber sind kaum vorbereitet auf die Versorgung von immer mehr Menschen aus den Krisenländern.  Pozzallo ist eine dieser Gemeinden – ihr Bürgermeister hat als einer der ersten Alarm gegeben: Wenn es so weitergehe, dann werde aus Sizilien noch ein zweites Lampedusa. Unsere Reporter fuhren nach Pozzallo und erzählen die Geschichte von Menschen, die den Flüchtlingen gerne helfen, die aber langsam an die Grenzen ihrer Möglichkeiten stoßen.
  

von Meline Freda, Elsa Kleinschmager und Florence Touly – ARTE GEIE - France 2014

 

Pozzallo : marins et migrants