Sidaction: 20 Jahre Kampf gegen HIV und AIDS

Länder: Frankreich

Tags: aids, HIV, Sidaction

Anlässlich der diesjährigen Sidaction-Spendenaktion in Frankreich blicken wir auf die Situation der HIV-Infizierten und die Entwicklung der Immunschwäche-Krankheit AIDS weltweit. Noch immer gibt es keine Impfung gegen AIDS, doch die Behandlungmöglichkeiten haben Fortschritte gemacht.

Über Sidaction

Sidaction ist ein jährliches Medienereignis in Frankreich, das Spenden im Kampf gegen AIDS und die Folgen sammelt. Die Organisation wurde 1994 gegründet. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens, nehmen 21 französische Medien teil – mit Sondersendungen, Berichten und Spendenaufrufen. Dieses Jahr erhielt die Aktion mehr als 3 Millionen Euro an Spendenzusagen. Sidaction investiert diese Gelder jeweils zur Hälfte in vorbeugende Maßnahmen und in die Behandlung für HIV-Infizierte in Frankreich, aber auch in Afrika. Vorbeugende Maßnahmen sind vor allem die Erforschung des HI-Virus und die Suche nach einem Impfstoff.  Auf der Webseite www.sidaction.org kann man direkt Geld spenden.  

35 Millionen HIV-Infizierte

Die UNO-Organisation UNAIDS gibt in ihrem bisher letzten Bericht einen Überblick über die Lage der HIV-Infizierten und von AIDS weltweit: 2012 lebten 35,3 Millionen Menschen mit HIV.

 

Weniger Neuansteckungen

Immerhin ist aber die Zahl der Neuinfektionen mit dem HIV-Virus seit 2001 um ein Drittel gesunken, bei Kindern sogar um mehr als die Hälfte.

 

Weniger Opfer

Auch die Zahl der Toten durch die Folgen von AIDS ist zurückgegangen, um 30 Prozent seit 2005 – dennoch starben vorletztes Jahr noch 1,6 Millionen Menschen weltweit an Auswirkungen der Immunschwächekrankheit. Und seit Beginn der Epidemie in den 1980er Jahren sind rund 36 Millionen an den Folgen gestorben.

 

Fortschritte bei Therapien

Einer der Gründe des Rückgangs sind die Fortschritte bei der Behandlung. Seit den neunziger Jahren hat sich die antiretrovirale Therapie entwickelt. HIV-Infizierte werden mit einer Kombination aus mindestens drei verschiedenen antiretroviralen Medikamenten behandelt, um den Ausbruch von AIDS zu verhindern oder hinauszuzögern. Doch es bleiben Nebenwirkungen; darüber hinaus müssen die Patienten auch Präventive Medikamente gegen andere Krankheiten nehmen. Ein weiteres Problem ist, die kostspieliegen Medikamente Menschen in Entwicklungsländern zugänglich zu machen – denn vor allem um Afrika unterhalb der Sahara sind 25 Millionen Menschen HIV-infiziert.

 

AIDS weltweit

 

Weitere Informationen:

Neue Hoffnung im Kampf gegen AIDS (ARTE Future)

- UNAIDS-Bericht 2013 (pdf)