Serge Portelli: Ein Richter über Resozialisierung

Länder: Frankreich

Tags: Gefängnis, Resozialisierung

In Frankreich werden jedes Jahr 80.000 Menschen aus dem Gefängnis entlassen. Der Richter Serge Portelli hat sich in seinem Buch „La vie après la peine – Das Leben nach der Strafe“ mit der Frage auseinandergesetzt, wie eine Resozialisierung sinnvoll stattfinden kann. Er war bei THEMA zu Gast im Studio und hat exklusiv für ARTE Info vier Fragen beantwortet.

Ist Frankreich das Schlusslicht Europas in Sachen Resoziliaisierung?

 

La vie après la peine

 

Was läuft in Deutschland, Finnland und der Schweiz besser als in Frankreich ?

 

 

 

Réussite de la resocialisation en Europe

 

 

 

Sinkt die Rückfallquote im offenen Vollzug?

 

Cas de récidive

 

Ist der offene Vollzug kostspieliger als geschlossene Anstalten ?

 

 

 

Coût

Der französische Richter Serge Portelli wurde am 6. Mai 1950 in Constantine,  Algerien geboren. Er begann seine Laufbahn 1974 als Untersuchungsrichter in Melun und wechselte dann nach Créteil. Im Jahr 2000 übernahm er den Vorsitz der 12. Strafkammer des Pariser Berufungsgerichts. Gegenwärtig ist er Kammervorsitzender beim Berufungsgericht von Versailles und Mitglied des Berufsverbandes der Richter und Staatsanwälte. Neben seiner Tätigkeit als Richter lehrte er am Pariser Institut d‘Etudes Politiques (Institut für Politische Studien) und an der Ecole Nationale de la Magistrature (Staatliche Hochschule für das Richteramt). Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen, u. a. über die Justizreform und die Rückfallproblematik. Sein jüngstes Werk, "La vie après la peine" - Das Leben nach dem Straffvollzug - (mit Marine Chanel), erschien 2014 bei Grasset.