Myanmar - Demokratieprozess in Gefahr

24. März 2015

Nach knapp 50 Jahren Militärdiktatur geht Myanmar seit 2011 einen steinigen Weg in Richtung Demokratie: Während der südostasiatische Staat sich dem Ausland und dem Tourismus öffnet und wirtschaftliche Reformen einleitet, steht es mit den Menschenrechten dort noch lange nicht zum Besten. Das Militär, das die Macht offiziell an eine zivile Regierung abgegeben hat, behält weiterhin die Zügel in der Hand. Die buddhistische Glaubensgemeinschaft macht 90 Prozent der Bevölkerung aus. Ein Teil davon radikalisiert sich zunehmend, drängt auch Gesetze gegen religiöse Minderheiten und bringt Kritiker wegen Blasphemie ins Gefängnis.

THEMA zeigt in dem Dokumentarfilm "Birma - Demokratie unter Kontrolle" was sich wirklich hinter dem Übergang zur Demokratie versteckt. 

Lesen Sie in diesem Dossier mehr zu der verfolgten muslimischen Minderheit der Rohingya sowie eine Fotoreportage ûber die Emigranten aus Myanmar, die in Thailand ihr Glück versuchen. 

Birmanie migrants

Das Schicksal von Myanmars Emigranten

Ranong - eine Grenzstadt im Süden Thailands, wenige Kilometer von Myanmar entfernt. Hunderttausende Gastarbeiter kamen in den letzten 20 Jahren in der Hoffnung auf ein besseres Leben in diesem Fischereihafen an.

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Gefängnis wegen Buddha-Verunglimpfung

Ist der Demokratisierungsprozess noch zu retten? Ein Neuseeländer und zwei Myanmaren müssen wegen angeblicher Beleidigung von religiösen Gefühlen ins Gefängnis, die Polizei schlägt Studentenproteste nieder. Interview.

Die myanmarische Einwanderung in Thailand

Nach letzten Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration (IOM) leben in Thailand zwischen 3,5 und 4 Millionen Einwanderer, darunter 3,25 Millionen Gastarbeiter. Über eine Million hat noch immer keine legale Aufenthaltserlaubnis.

Buddhisten hassen Rohingya

ARTE Reportage: Ausgerechnet die nach unserer Ansicht so friedliebenden und toleranten Buddhisten verfolgen, vertreiben und töten die muslimische Minderheit in ihrem Land.

ARTE Reportage
Die Freiheit leben

Sechzig Jahre herrschten in Myanmar, dem ehemaligen Burma, die Generäle. Freie Wahlen, Menschenrechte, Demokratie – keiner glaubte mehr daran.

Mit offenen Karten Aung San Suu Kyi

Ein myanmarischer Frühling?

In Myanmar vollzieht sich seit März 2011 ein beispielloser politischer Wandel. Grund genug für einen Rückblick auf die Geschichte und einen Ausblick auf die Demokratisierung des gespaltenen Vielvölkerstaates.

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ARTE Journal in Myanmar

ARTE Journal hat den Demokratisierungsprozess in Myanmar verfolgt:

- 09.10.2007: "Democratic voice of Burma" gibt dem Protest aus Myanmar in Oslo eine Stimme

- 25.12.2007: Die Gegner der Militärjunta brechen trotz Verbot das Schweigen gegenüber den internationalen Medien

- 05.02.2012: Nach 10 Jahren kehrt ein politischer Gefangener zurück in die Freiheit

- 27.12.2013: Töne der Freiheit: das Nationalorchester in Myanmar spielt wieder

- 24.07.2014: Aung San Suu Kyis Wahlkampagne