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Schweiz: Randregionen bald ohne Zugang zu freier Information?

Länder: Schweiz

Tags: Schweiz, Medien, Informationssystem, Öffentlicher Sektor, Rundfunk, Staat, Privatisierung

Der öffentliche Rundfunk (SRG) ist zu 75 Prozent durch Gebührengelder finanziert. Wenn die Gebühren gestrichen werden, steht der öffentliche Rundfunk vor dem Aus. Doch nicht nur er: Um ausgewogene Informationssendungen in ländlichen Regionen und Berggebieten, sogenannten Randregionen, zu produzieren, erhalten auch 34 private Radio- und TV-Stationen einen Gebührenanteil von durchschnittlich 50 Prozent. Unter einer vollständigen Privatisierung des Marktes würden die Randregionen besonders leiden.

Die Reportage zeigt, wie in der Schweiz gebührenfinanzierte Radio- und TV-Stationen in und über Randregionen berichten und welche Bedeutungen den kleinen Radio- und TV-Sendern zukommt. Dazu ist ARTE Journal in den zweisprachigen Bergkanton Wallis gereist, um die Redaktionen des zweisprachigen Fernsehsenders Kanal 9 und des Radiosenders Radio Rottu zu besuchen. Der öffentliche Rundfunk (SRG) berichtet im regionalen Nachrichtenmagazin "Regionaljournal" über die Ereignisse im Kanton Wallis. Die Redaktion der Sendung befindet sich in der Hauptstadt Bern. Im Wallis arbeiten zwei Korrespondentinnen für das "Regionaljournal". Das Komitee der Volksinitiative "No-Billag" (JA zur Abschaffung der Zwangsgebühren!) unterstreicht gegenüber ARTE Journal die Freiheit der Zuschauer und Zuhörer, über den Medienkonsum zu entscheiden. Der Vertreter des Komitees, Christian Riesen, glaubt, dass in den Berggebieten genügend Wirtschaftskraft vorhanden ist, um Informationssendungen künftig über Abonnemente und Sponsoring zu finanzieren.

 

Schweiz: Randregionen bald ohne Zugang zu freier Information?
Schweiz: Randregionen bald ohne Zugang zu freier Information? Wie in der Schweiz gebührenfinanzierte Radio- und TV-Stationen in und über Randregionen berichten. Schweiz: Randregionen bald ohne Zugang zu freier Information?
Zuletzt geändert am 7. Februar 2018