Rutscht Europa nach rechts?

Länder: Deutschland

Tags: Asumang, Fourest, Rechtsextremismus

Mo Asumang und Caroline Fourest sind zu Gast bei THEMA um gemeinsam mit der Moderatorin Emily Aubry zu hinterfragen, weshalb rechtspopulistische Parteien in Europa wieder Zulauf haben.

VA Entretien de 15mn avec 2 invités Mo Asumang et Caroline Fourest

 

Mo Asumang

Die afrodeutsche TV-Moderatorin, Filmemacherin und Schauspielerin erfuhr Fremdenhass am eigenen Leib, als die Neo-Naziband"‚White Aryan Rebels" in einem Lied sangen "Die Kugel ist für Dich, Mo Asumang". Daraufhin setzte sich die junge Frau mit dem Thema Fremdenhass auseinander und ging auf Konfrontationskurs: Sie mischt sich unter 3000 Neonazis auf dem Alex, trifft einen rechten Star-Anwalt, geht zu braunen Esoterikern, chattet auf einer Neonazi-Dating-Plattform, und trifft Anhänger des Ku-Klux-Klan in den USA. Resultat ist der Film "Die Arier", der 2015 für den Grimme-Preis nominiert war. Ihren Erfahrungen stellt sich Mo Asumang auch noch ein zweites Mal, in ihrem Ende Februar erschienen Buch "Mo und die ARIER": "Die Beobachtungen, die der Leser in meinem Buch machen kann, sollen zeigen, wie man langsam lernt, die Kampfstrategien der Rassisten umzudrehen, ohne jedoch selbst diesem Hass zu verfallen."

Ein Interview mit Mo Asumang können Sie auch im aktuellen Buch-Magazin nachlesen.

Caroline Fourest

Caroline Fourest ist Journalistin und Schriftstellerin. Sie arbeitete für die Satirezeitschrift Charlie Hebdo, wo sie sich fundamentalistischen und blasphemistischen Fragestellungen widmete. Auf Grund ihres Einsatzes für die Rechte der Frauen, die Rechte der Homosexuellen, die Laicität und gegen Extreme in Politik und Religion ist sie in Frankreich bekannt geworden. Mehr als zehn Jahre lange denonzierte Caroline Fourest die katholische Rechte und war 1998 Co-Autorin des Buches "Le guide des sponsors du FN", zu deutsch "Verzeichnis der Spender des FN". In ihrem zuletzt erschienen Buch setzt sie sich für die Meinungsfreiheit ein und kritisiert all diejenigen, die sich nicht wie die Satirezeitschrift "Charlie Hebdo", auf die im Januar 2015 ein Anschlag von religiösen Extremisten verübt wurde, getraut hätten, Islamisten zu kritisieren. "Bedroht von Fanatikern und Eigenzensur müssen die freien Geister auf allen Kontinenten, an allen Fronten für eine aufgeklärte Welt kämpfen." Heute arbeitet Caroline Fourest unter anderem für France Culture.

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016