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Russland: Widersprüchliche Erinnerungskultur

Länder: Russland

Tags: Stalin, Gedenken, Moskau, Geschichte

Es waren überwiegend geheime Hinrichtungen, deren Opfer in den Zeiten des Großen Terrors 1937 bis 1938 schätzungsweise über 700.000 Menschen geworden sind. In diesen Tagen wird in Russland dieser Opfer gedacht: Am offiziellen Tag der Erinnerung an die Opfer politischer Repressionen, dem 30. Oktober, und auch am Tag davor, bei der Veranstaltung der Menschenrechtsorganisation Memorial.

„Rückgabe der Namen" hieß eine Aktion der Organisation. Dabei traten in vielen russischen Städten Menschen ans Mikrofon und lasen Namen der Opfer vor, die ihrer eigenen Angehörigen oder Unbekannter.
Die Erinnerung an Stalin ist in Russland widersprüchlich. Über seine Verbrechen wird offiziell kaum gesprochen, dafür aber über seine Bedeutung im Sieg über Nazi-Deutschland. Für viele Russen symbolisiert er die Größe und Stärke des Landes.
Die Arbeit der NGO Memorial dagegen, die auf die Liste "Ausländischer Agenten" gesetzt wurde, wird immer schwieriger.

Wir haben sie bei einer Stadtführung zu den Orten des stalinistischen Terrors begleitet.

 

 

Russie : une histoire controversée
Russland Stadtführungen zu den Orten des stalinistischen Terrors in Moskau - der in Russland oft totgeschwiegen wird. Russland

 


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Zuletzt geändert am 30. Oktober 2017