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Rumänien: Schluss mit der Korruption!

ARTE Reportage - Samstag, 10. Dezember 2016 - 17:05

Länder: Rumänien

Tags: Anti-Korruptions-Einheiten, öffentliche Klage

Anders als früher wird Rumänien heute nicht mehr automatisch zu den korruptesten Ländern in der Europäischen Union gezählt. Seit längerem schon spüren Anti-Korruptions-Einheiten die Täter bis in die höchsten Ränge von Staat und Wirtschaft auf, klagen sie an und stecken sie ins Gefängnis – Rumänien gehört deshalb inzwischen zu den Ländern, die die Korruption am härtesten bekämpfen. Die sozialdemokratische Regierung beschloss am 31. Januar per Dekret, die Anti-Korruptions-Regeln zu lockern. Seitdem gehen in Bukarest täglich zehntausende Demonstranten auf die Straße.

Zu den Hintergründen der Anti-Korruptions-Kampagne: Die Reportage von Ruxandra Medrea Annonier, Vlad Petri und Cécile Perraut vom Dezember 2016:

Ein Vierteljahrhundert nach dem Sturz der kommunistischen Diktatur wird endlich aufgeräumt mit dem vergifteten Erbe aus den dunklen Jahren. Damals war Korruption Alltag, ein quasi natürliches Geben und Nehmen von Gefälligkeiten – ohne Bakschisch lief im sogenannten Sozialismus gar nichts. Die junge Generation von Richtern, Staatsanwälten und Polizisten kämpft heute mit allen legalen Mitteln dagegen an. Neben den Strafverfolgungsbehörden informieren engagierte Bürger im Internet über die Korrupten im Land, sie organisieren Stadtführungen an die Orte deren schädlichen Wirkens. Rumänien wandelt sich gerade, in einer unerwarteten Heftigkeit, hin zu Recht und Ordnung für Jedermann.      

Roumanie, la guerre contre la corruption
Rumänien: Die große Säuberung Rumänien: Die große Säuberung Rumänien: Die große Säuberung

 

Zuletzt geändert am 4. Februar 2017