|

Robert Frank, "Schönheit für den Augenblick"

Länder: Vereinigte Staaten Von Amerika

Tags: Robert Frank, The Americans

Der renommierte amerikanisch-schweizerische Fotograf Robert Frank ist im Alter von 94 Jahren verstorben. ARTE blickt zurück auf sein revolutionäres Buch "The Americans" und eine Begegnung anlässlich einer Retrospektive in New York 2016. 

Eigentlich wollte er nie wieder eine Ausstellung machen. Bis sein deutscher Verleger Gerhard Steidl mit einer Idee hervorkam, die den schweizerisch-amerikanischen Fotografen schnell überzeugte. Nicht wie üblich als millionenschwer versicherte und gerahmte Gelatin Silver Prints sollen seine Bilder gezeigt werden, sondern stark vergrößert auf einfachem Zeitungspapier. 

Robert Frank gilt als Begründer der Straßenfotografie. Viele seiner Bilder hat er aus der Hüfte geschossen, aus dem fahrenden Auto oder mitten in einer Bar. Dass diese Fotos mittlerweile Auktionsrekorde erzielen, ist ihm zuwider. Er will nichts wissen von Reichtum und Verehrung. Frank will, dass sein Werk für jedermann zugänglich ist. Besonders für junge Leute

Also hängen nun einige der teuersten Fotos der Welt, gedruckt auf über drei Meter langen Papierbahnen, in der Eingangshalle der New York University. Geld soll keiner damit verdienen. Deswegen werden am Ende der Ausstellung die Bilder restlos vernichtet, so dass nichts für den Kunstmarkt übrig bleibt. "Schönheit für den Augenblick" nennt das seine Frau, die Künstlerin June Leaf. Als Robert Frank davon hörte, willigte er endgültig ein.

Zuletzt geändert am 10. September 2019