Rettet die Alpen!

Länder: Frankreich

Tags: Wintersport, Umweltschutz

Da ist er dann doch noch gekommen: der Winter! Und wohin zieht es dieser Tage alle Fans des Wintersports? Natürlich in die Alpen - Europas größtes Skiparadies. 20 bis 30 Millionen Touristen fahren jedes Jahr in die Alpenländer und für sie werden immer mehr Hotels, Parkplätze, Pisten und Funparks gebaut. Nur eine Sache gibt es in den Alpen immer weniger: Schnee.

Samstag, 24. Januar

14:05

Yourope

Rettet die Alpen!

Denn die Gletscher schmelzen. Seit Beginn der Industrialisierung bis 1980 haben sie ein Drittel ihrer Fläche und die Hälfte ihrer Masse verloren. Seit 1980 sind noch mal 20 bis 30 Prozent des Eisvolumens abgetaut. Die Folgen: Grüne Almen rund ums Jahr, Regen statt Schnee. Und der zunehmende Massentourismus ist auch nicht gerade nachhaltig. Höchste Zeit also, etwas zu unternehmen. Yourope hat die selbsternannten Retter der Alpen besucht – in 3000 Metern Höhe!

Der Trailer
Yourope ZDF2 Trailer Alpen

 

Überblick

 

In der Schweiz wollen ein paar Snowboarder nicht länger dabei zusehen, wie ihr Hobby durch Lifte und Schneekanonen die Natur zerstört. Mit einfachen Mitteln beweisen sie, dass man auch als umweltbewusster Boarder beeindruckende Stunts hinlegen kann.

In Österreich muss die Umwelt ebenfalls dran glauben, wenn es um die Sicherung des Tourismus und seine Millionenumsätze geht: Um drei kleine Skigebiete zu retten, sollen diese durch eine Seilbahn mit einem größeren verbunden werden. Naturschützer schlagen Alarm – die Bahn soll über ein Natur-Ruhegebiet führen, das dazu dient, eine noch wilde und ursprüngliche Bergwelt zu erhalten.

Auch in Frankreich rieselt der Schnee immer seltener. Umweltschützer und Tourismus-Experten stehen jetzt vor der Frage: Darf man in schneearmen Gegenden einfach Schnee hinzaubern, wo er nur noch selten fällt? Und was bedeutet das für die Umwelt ?

Die Gletscher gelten als Hauptindikator für Klimaveränderungen – durch ihren rasanten Schwund machen sie deutlich, wie schnell die Erde sich erwärmt. Eine Gruppe von Forschern in Italien versucht herauszufinden, wie man ihr Verschwinden aufhalten kann.

 

Schweiz: Ride Greener – umweltbewusst Snowboarden

 

 

suisse reto raphael

 

Muss man sofort seine Leidenschaft aufgeben, wenn die Natur darunter leidet? Diese Frage haben sich auch ein paar schweizer Profi-Snowboarder gestellt und eine Lösung gefunden: Ride Greener – grüner fahren. Der gleichnamige Verein setzt sich für ein umweltbewussteres Verhalten in den Bergen ein – auch beim Sport. Denn wer sich zum Skifahren oder Snowboarden in die Alpen begibt, zieht eine lange CO2 – Spur hinter sich her. Die wiederum trägt zur globalen Erwärmung bei und das bedeutet auch: weniger Schnee.

Wie bekommt man aber eine Abfahrt ganz sauber ohne Lifte, Helicopter und Autos hin? Rafael und die Freestyle-Legende Reto von Ride Greener haben es uns gezeigt - und ein paar schöne Lines durch den Powder gezogen.

Wir treffen Rafael und Reto, Ride Greeners

 

 

Yourope ZDF2 Ride Greener
Unser Bericht aus der Schweiz

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Österreich/Tirol: der Kampf um den Kalkkögel

 

Es könnte doch so einfach sein: In drei Skigebieten will es nicht mehr so recht laufen,  deshalb soll sie eine neue Gondelbahn miteinander verbinden und prompt läuft der Tourismus wieder. Klingt eigentlich ganz einfach und trotzdem tobt in Tirol ein großer Meinungskrieg um die vermeintlich harmlose Bahn: Die einen wollen die Skigebiete retten, die anderen sehen zu Zeiten der globalen Erwärmung im Wintersport keine Zukunft mehr.

Außerdem soll die Bahn nicht irgendwo langführen, sondern über das geschützte Gebiet der Kalkkögel führen - das ruft auch Naturschützer auf den Plan.

Lohnt es sich also überhaupt, Millionen in einen aussterbenden Sport zu investieren? Und spielt der Naturschutz dabei gar keine Rolle mehr?

Fakt ist jedenfalls: Es geht in diesem Gefecht um weit mehr, als nur eine Seilbahn !

 

Frankreich : Das weiße Gold – mit Schneekanonen gegen den Klimawandel

 

 

canons neige

 

Auch in den französischen Alpen fällt immer weniger Schnee. Doch die Tourismus-Industrie hat ein Mittel dagegen: Mit „Schneefabriken“ und Schneekanonen zaubert sie das glitzernde Weiß einfach wieder dahin, wo es ausbleibt. Damit ist der Winterspaß im Skigebiet gesichert und mit ihm eine Menge Arbeitsplätze. Doch die Forscherin Carmen de Jong warnt: Die Folgen für die Natur seien fatal. Bodenerosion, Wassermangel und Erdrutsche sollen der Preis sein, den die Umwelt für die Winterbespaßung zahlt. Ein fairer Deal? Yourope hat Tourismus-Riesen, Kanonenwächter und Umweltschützer besucht und nachgefragt.

Unser Bericht aus Frankreich

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Italiens Gletscher schmelzen: Junge Wissenschaftler erforschen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Alpen

 

Die Gletscher der Alpen schmelzen, und zwar rasant: In den letzten 150 Jahren haben sie schon ein Drittel ihrer Fläche verloren, in den nächsten 100 Jahren sollen sie ganz verschwunden sein. Das bedeutet gleichzeitig immer weniger Wasser im Sommer – die Flüsse und Bäche der trockenen Südalpen werden nämlich hauptsächlich mit Schmelzwasser gespeist. Aber was bedeutet das konkret, wen betrifft das Schwinden der kostbaren Gletscher?

Allem voran die Landwirtschaft – rund ein Zehntel aller europäischen Äpfel fallen hier zum Beispiel vom Stamm. Bleibt das Wasser aus, verlieren Hunderte ihren Job.

Um einen Überblick zu behalten, messen Forscher aus Bozen deshalb regelmäßig den Neuschnee und das Eis der Gletscher. So können sie die Lage besser einschätzen und nach Lösungen für die bedrohte Landwirtschaft suchen. Yourope hat sie besucht und nachgefragt: Ist die Gletscherschmelze wirklich nicht mehr aufzuhalten?

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Europas Alpen: der Faktencheck

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Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016