Regionalwahlen in Frankreich: Den Front National ausgebremst

14. Dezember 2015

Der rechtsextreme Front National hat bei den französischen Regionalwahlen entgegen den Erwartungen keine einzige Region gewonnen. Sieben der Regionen gehen an die rechtskonservativen Republikaner des ehemaligen Präsidenten Nicolas Sarkozy, fünf Regionen an die Sozialisten von Präsident François Hollande und in Korsika setzen sich die Nationalisten durch.

Noch im ersten Durchgang hat die rechtsextreme Partei Front National in sechs von 13 Regionen gewonnen. Um zu verhindern, dass der "FN" erstmals in der Geschichte eine ganze Region gewinnt, zog sich die Sozialistische Partei in zwei Regionen, in der Region Nord-Pas-de-Calais-Picardie und in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, zurück. In einem vom Terror des 13. Novembers gezeichneten Frankreich gewann die Partei von Präsidentin Marine Le Pen 28 Prozent der Stimmen, womit sie fortan den Titel der "stärksten Partei des Landes" für sich in Anspruch nimmt. Dahinter folgen die Rechtskonservativen mit 27 Prozent und die Sozialistische Partei mit 23.5 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 50 Prozent.

In diesem Dossier zeigen wir mit Reportagen und Analysen die Herausforderungen der französischen Regionalwahlen auf. 

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Der FN und die Muslime

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