Regierungspartei gewinnt Parlamentswahlen

Länder: Mexiko

Tags: Iguala, Elections

Mexikos Staatschef Peña Nieto kann zufrieden sein: Seine Partei der Institutionalisierten Revolution (PRI) geht als Sieger der Parlaments- und Regionalwahlen von diesem Sonntag hervor. Für den Präsident ein wichtiger Stimmungstest in der Mitte seiner Amtszeit. Auch in der Unruheprovinz Guerrero ging die mexikanische Regierungspartei als Sieger hervor. Nach einem besonders blutigen Wahlkampf, war auch der Wahltag selbst von Gewalt überschattet. An diesem 7. Juni waren 83 Millionen wahlberechtigte Mexikaner aufgerufen, über die 500 Mitglieder der Abgeordnetenkammer, neun Gouverneure, knapp 900 Bürgermeister und die Regionalparlamente in 15 Bundesstaaten sowie dem Hauptstadtdistrikt abzustimmen.

 

        

Der Einfluss der Drogenmafia ließe keine faire Abstimmung zu, so lautet auch die Kritik von Angehörigen der 43 entführten Studenten. Sie haben im Bundesstaat Guerrero erneut zum Boykott der Wahlen aufgerufen. Aus Protest über die mangelnde Aufklärung des Verbrechens zündeten sie Wahlplakate und -zettel an.
Die Studenten waren im September 2014 in der Stadt Iguala von der Polizei verschleppt und vermutlich auf Befehl des Bürgermeisters von Söldnern der Mafia getötet worden. Die Tat hat das Vertrauen der Einwohner von Iguala in Polizei, Justiz und Politik vollends zerstört. Und so sehen viele die Wahlen mit Gleichgültigkeit und Skepsis. Eine Reportage von Fred Toussaint, Laurence Cuvillier und Mathieu Comin.

Le scrutin et les disparus d'Iguala