Patrick Drahi, Herrscher über das weltweite Kabelnetz?

Länder: Europäische Union

Tags: Patrick Drahi, Finanzmärkte

Ermittlung der Woche: Der israelisch-französische Unternehmer Patrick Drahi stillt seinen Investitions-Heißhunger aktuell durch den Kauf von Kabel- und Telekommunikationsunternehmen in ganz Europa. Wird es ihm gelingen, mit einem Schuldenberg von 50 Milliarden Euro geschäftlich zu überleben? Im Interview: Alain Weill, CEO des Unternehmens NextRadioTV und Geschäftspartner Drahis

Ermittlung der Woche: Der israelisch-französische Unternehmer Patrick Drahi stillt seinen Investitions-Heißhunger aktuell durch den Kauf von Kabel- und Telekommunikationsunternehmen in ganz Europa. Der 52-jährige Ingenieur lebt seit 1999 in der Schweiz und wurde in Frankreich durch die Übernahme des Telekommunikationsanbieters SFR bekannt, den er 2014 für 17 Milliarden Euro erwarb. Es folgten die Übernahme der Portugal Telecom sowie weitere Unternehmensbeteiligungen in der Schweiz, Belgien und Luxemburg.

 

In der Sendung geht es vor allem um die Methode, die Drahi zur Erweiterung seines Portfolios anwendet. Der clevere Geschäftsmann nimmt nämlich milliardenhohe Kredite auf den Finanzmärkten auf, um Unternehmen aufzukaufen, aus denen er durch drastische Einsparungsmaßnahmen maximalen Gewinn ziehen will. Drahi flößt Regierenden und Gewerkschaften Angst ein, wird aber von der Geschäftswelt gefeiert. Wird es ihm gelingen, mit einem Schuldenberg von 50 Milliarden Euro, den seine Unternehmensgruppe Altice in nur wenigen Jahren angehäuft hat, geschäftlich zu überleben?

 

Im Interview: Alain Weill, CEO des Unternehmens NextRadioTV, zu dem auch die beiden Radiosender RMC und BFM zählen. Er ist neuer Geschäftspartner von Patrick Drahi und sieht in ihm einen der künftigen Herrscher über das weltweite Kabelnetz.

 

Vox Report: Die „Vox Pop“-Korrespondentin in Skopje berichtet, wie die seit zehn Jahren an der Macht befindliche nationalistische Regierung das Zentrum der mazedonischen Hauptstadt nach antiken Vorbildern historisierend umgestalten lässt. Und damit ihre Minderheiten, ihre griechischen Nachbarn und viele Ästheten vor den Kopf stößt.

 

Und wie immer begleiten ARTE-Korrespondenten die aktuellen EU-Themen der Woche in der Sendung und im Internet mit Stellungnahmen aus ihren jeweiligen Ländern.