Pakistan: Kinder als Bomben

Länder: Pakistan

Tags: Selbstmordattentat

Jede Woche sprengt sich in Pakistan ein Selbstmordattentäter in die Luft – 45.000 Menschen starben seit dem 11. September 2001 durch diese Attentate. Eine schrecklich hohe Zahl – aber ihr Schrecken wird noch übertroffen von der neuen grausamen Tatsache, dass die Extremisten in den letzten Jahren immer mehr Kinder zu Selbstmordattentätern machen.


In den Madrassas, den kostenlosen Islamschulen der Armenviertel, rekrutieren sie die Kinder, versprechen ihnen das Paradies, indoktrinieren sie mit ihrer fatalen Weltanschauung und überreden sie, im „Heiligen Krieg“ ihr Leben als Attentäter zu opfern. Sie sind dann zwischen 11 und 17 Jahren alt. 

Die meisten von ihnen schicken ihre neuen «Herren» nach Afghanistan, um die Truppen der NATO anzugreifen, einige aber müssen sich im eigenen Land opfern. Nur wenige entkommen dem tödlichen Kommando. 

Es ist den ARTE-Reportern gelungen, mit Kindern und Jugendlichen zu reden, die eigentlich als Selbstmordattentäter sterben sollten – im Gefängnis von Kandahar und in einem Zentrum zur Wiedereingliederung.

Eine Reportage von Julien Fouchet, Gary Grabli und Eric Paget – ARTE GEIE / Babel Presse – Vereinigtes Königreich 2012


 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016