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Ousmane Sow, ein afrikanisches Ausnahmetalent

Länder: Senegal

Tags: Ousmane Sow, Bildhauerei

Der senegalesische Bildhauer Ousmane Sow ist am 01. Dezember im Alter von 81 Jahren gestorben. Der für seine monumentalen Kriegerskulpturen bekannte Künstler starb am Donnerstag in der senegalesischen Hauptstadt Dakar, wie seine Familie der Nachrichtenagentur AFP sagte. Sow wurde am 10. Oktober 1935 in Dakar geboren, der gelernte Physiotherapeut, der sowohl in Montreuil als auch in seiner Heimat arbeitete, entschied sich erst spät - im Alter von 50 Jahren - für eine künstlerische Laufbahn. Sein Tod ist "ein sehr großer Verlust für die senegalesische und afrikanische Bildhauerei", erklärte der senegalesische Minister für Kultur Mbagnick Ndiaye. François Hollande gedachte seinerseits des "unglaublichen Künstlers und Freundes Frankreichs". Sow stellte seine Werke unter anderem bei der Documenta in Kassel 1992 aus, es war sein internationaler Durchbruch. Für die Skulpturen von Kriegern des afrikanischen Stamms der Nuba hatte er sich durch Fotos von Leni Riefenstahl inspirieren lassen. Drei Jahre später war er Gast bei der Biennale von Venedig. Am 11. Dezember 2013 wurde er als erster Afrikaner Mitglied der französischen Akademie der Schönen Künste.

Reportage : D. Bornstein, C. Mignard, S. Guisset, J-B. Blanc, M. Walser.

Zuletzt geändert am 1. Dezember 2016