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Offener Vollzug statt Knast

Länder: Frankreich

Tags: Taubira, Strafrechtsreform

In der Pariser Nationalversammlung soll diese Woche die neue Strafrechts-Reform verabschiedet werden. Damit will Justizministerin Taubira zwei schwerwiegende Probleme beheben. Frankreichs Gefängnisse sind voll. Und: die Rückfall-Quote liegt derzeit bei fast 60 Prozent. Jetzt sollen neue Formen des offenen Straf-Vollzugs Abhilfe schaffen. Über ein Pilot-Projekt in der Franche-Comté: die Reportage von David Bornstein.

 

 
La prison hors les murs

Die ursprünglich für Oktober 2013 vorgesehene Strafrechtsreform wurde in der Nacht des 5. Juni von der Nationalversammlung in erster Lesung verabschiedet. Am Dienstag, dem 10. Juni folgt die Abstimmungserklärung, anschließend geht die Vorlage in den Senat. Die Opposition kritisiert das Projekt als zu lasch und befürchtet, dass die Gefängnisse bald leer stehen. Justizministerin Christiane Taubira kontert mit Untersuchungen, die nachgewiesen hätten, dass die individuelle Anpassung von Strafen ein effizienter Ansatz sei. Die Argumente beider Seiten bleiben allgemein und vage. Was genau sieht die höchst umstrittene Reform vor?

Interview mit Bernard Jabinet, Direktor des SPIP (Amt für Eingliederung und Bewährungshilfe) im Departement Jura.
 

David Bornstein, ARTE Journal: Was halten Sie von der Strafrechtsreform von Frau Taubira?

 

Bernard Jabinet 1/2
Was ändert sich konkret für die Berater der SPIP durch die sogenannte „Kontroll-Strafe“?
Bernard Jabinet 2/2

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016