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Norwegen – Ein Smiley für Restaurants

Länder: Norwegen

Tags: smiley, Restaurant

Ab 2016 werden Gäste norwegischer Restaurants mit Smileys über die hygienischen Zustände informiert 

Man findet ein Haar auf dem Teller und gerät in Panik: Ist das Restaurant, in dem man gerade eine Bestellung aufgegeben hat, auch sauber? Wird man die ganze Nacht auf der Toilette verbringen müssen, da man sich eine Lebensmittelvergiftung zugezogen hat? Ab 2016 wird es in Norwegen zur Beantwortung dieser Fragen reichen, beim Eintreten in das Restaurant oder Café einen Blick auf einen Sticker mit dem entsprechenden Emoticon zu werfen, um unbesorgt das Essen genießen zu können. Denn mit ihrem mehr oder weniger breiten Grinsen geben die Smileys die hygienischen Zustände im Lokal an.

 

Die norwegische Tageszeitung Aftenposten kündigte in einem Artikel vom 29. Oktober 2015, welcher vom Courrier International übernommen wurde, an, dass diese Smileys nach entsprechenden Kontrollen von der staatlichen Stelle für Lebensmittelsicherheit vergeben würden. Wenn alles sauber ist, werden die Gäste von einem freundlich lächelnden Smiley begrüßt. Wurden im Restaurant jedoch Verstöße gegen Hygienevorgaben festgestellt, die noch behoben werden müssen, dann lächelt das Smiley nicht so wirklich. Und wenn das Gesicht böse aussieht und der Sticker rot ist, dann liegt das an schwerwiegenden Verstößen oder aber an weiterhin fortbestehenden Problemen, auf die bereits hingewiesen worden war.

 

Keine Smileys für Partyservices

 

Die Smileys, die in manchen Regionen des Königreichs schon getestet wurden, rufen unterschiedliche Reaktionen hervor. Alles in allem werden sie von den Kunden gut aufgenommen und die Gastwirte geben zu, dass sie im Fall von Hygienemängeln nun schneller reagieren. Der einzige Haken ist derzeit jedoch, dass Verkaufsstände auf der Straße, Partyservices sowie Tankstellen dieser neuen Regelung nicht unterliegen. Die Behörden sagen, ihnen fehlten die Mittel hierfür.

Aftenposten bedauert dies sehr und weist darauf hin, dass bei diesen von der Smiley-Regelung ausgenommenen Einrichtungen ja trotzdem Kontrollen durchgeführt werden:

„Diese Form der Transparenz wird bereits in vielen Sektoren angewandt. Es gibt keinen Grund dafür, Partyservice-Unternehmen davon auszunehmen.“

 

Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016