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Nobelpreis für Physik für die Erforschung von Materialzuständen

Länder: Schweden

Tags: Nobelpreis, Physik

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an die drei in Großbritannien geborenen und in den USA tätigen Forscher David J. Thouless, F. Duncan Haldane und J. Michael Kosterlitz. Die drei Wissenschaftler erhalten den Preis für die Erforschung exotischer Materiezustände, wie die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm bekannt gab.

Türöffner zu einer unbekannten Welt

Demnach geht die Auszeichnung zur einen Hälfte an Thouless, die andere Hälfte teilen sich Haldane und Kosterlitz. Die Entdeckungen dieser Forscher hätten "Fortschritte für das theoretische Verständnis der Mysterien von Materie gebracht" und "neue Perspektiven für die Entwicklung innovativer Materialien geschaffen", begründete das Nobelkomitee die Entscheidung. Dank ihrer Grundlagenforschung könne weiter "nach neuen und exotischen Materiezuständen" gesucht werden.

"Die diesjährigen Preisträger haben die Tür geöffnet zu einer unbekannten Welt, in der Materie exotische Zustände erreichen kann", hieß es weiter. "Sie haben hochentwickelte mathematische Methoden angewendet, um ungewöhnliche Phasen, oder Zustände, von Materie zu erforschen, so wie Supraleiter, Supraflüssigkeit oder dünne magnetische Schichten."

Teilchenforscher Kajita und McDonald - Preisträger des letzten Jahres

Im vergangenen Jahr war der Physik-Nobelpreis den Teilchenforschern Takaaki Kajita aus Japan und Arthur McDonald aus Kanada zugesprochen worden. Den Nobelpreis-Reigen in diesem Jahr hatte traditionell die Auszeichnung für Medizin eröffnet, sie ging am Montag an den Japaner Yoshinori Ohsumi. Er wurde für seine Verdienste um die Erforschung der sogenannten Autophagie (Selbstverdauung) der Zellen ausgezeichnet.

Es folgen am Mittwoch der Preis für Chemie, bevor am Freitag der Friedensnobelpreis und am Montag der Wirtschaftsnobelpreis bekannt gegeben werden. Der Literaturnobelpreisträger wird am 13. Oktober verkündet.