Nigeria-Wahlen: Adama Ousmanou im ARTE Journal

Länder: Nigeria

Tags: Präsidentschaftswahl, Boko Haram

Am heutigen 28. März finden in Nigeria Präsidentschaftswahlen statt. Und dabei steht für das Land einiges auf dem Spiel: Der neue Präsident wird sich der Bedrohung von Boko Haram stellen und die marode Wirtschaft wieder in Schwung bringen müssen. Es dürfte knapp werden zwischen dem amtierenden Staatschefs Goodluck Jonathan und seinem Herausforderer Muhummadu Buhari. Welche Folgen das Ergebnis der Wahlen für Afrikas bevölkerungsreichstes Land hat, darüber hat ARTE Journal mit dem Afrika-Experten Adama Ousmanou gesprochen. 

Adama Ousmanou ist Gastwissenschaftler am Zentrum für Afrikastudien der Universität Basel. Er machte seinen Doktor in Geschichte an der Universität von Ngaoundéré (Kamerun). Seine Doktorarbeit schrieb er über die Manipulation ethnischer Gruppen durch Politik und die Instrumentalisierung des Islam zur Erlangung politischer Macht im Tschad, in Kamerun und Nigeria zwischen 1596 und 1997.  Adama Ousmanou war ebenfalls Gastwissenschaftler am Zentrum für Afrikastudien in Leiden, Niederlande und an der Universität von Nagoya, in Japan. In seiner Recherche beschäftigt sich Ousmanou mit dem interreligiösen und interethnischen Dialog und mit traditionellen Methoden der Konfliktlösung im Tschadbecken. 

 

Boko Haram hat gedroht, die Wahlen zu vereiteln. Tatsächlich haben die Islamisten Anschläge verübt, aber verhindern konnten sie den Urnengang nicht. Kann man von einem Erfolg für Nigeria sprechen? 
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Verliert Boko Haram wirklich an Zulauf? 

 

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Die Kluft in Nigeria verläuft nicht nur zwischen Norden und Süden, zwischen Moslems und Christen. Es handelt sich vielmehr auch um eine soziale und wirtschaftliche Trennung in einem Land, das Afrikas stärkste Wirtschaftsmacht darstellt. Was kann man tun, um diese soziale Trennung zu reduzieren? Reicht es aus, Boko Haram zu besiegen? 

 

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