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Mossul: So war der Alltag unter dem IS-Terrorregime

Länder: Irak

Tags: Islamischer Staat, IS, Mossul, IS-Miliz, Terrorismus, Scharia

Jeden Tag gelingt tausenden Bewohnern von Mossul die Flucht aus der Stadt, sie werden in der Nähe in Aufnahmelagern untergebracht. Einige von ihnen haben unseren Reportern Miyuki Droz Aramaki, Oriane Verdier und Sylvain Lepetit von ihren Erfahrungen aus zweieinhalb Jahren unter islamistischer Terrorherrschaft berichtet. Sie beschreiben, ein grausames Unterdrückungssystem, das die Terrormiliz installiert hat: Zu diesem gehören Propaganda in den Schulen, Anstiftung zur Spitzelei, körperliche Gewalt bei kleinsten Verstößen gegen die Regeln der Sittenpolizei bis hin zu Folter.

Témoignages : vivre sous Daech
Mossul: Das Leben unter IS-Herrschaft Menschen, die aus Mossul flohen, berichten, wie sie unter der Schreckensherrschaft des IS gelitten haben. Mossul: Das Leben unter IS-Herrschaft

 

Wenn einer Frau die Ganzkörperverschleierung verrutscht, wird sie zur Strafe von der Sittenpolizei des IS mit einem Metallgebiss gebissen. Viele Frauen aus Mossul trauen sich deshalb nicht einmal mehr auf die Straße, wenn sie krank sind. Diese Frau berichtet von den Kleidungsvorschriften, die die IS-Miliz ihr die letzten zweieinhalb Jahre lang aufzwang.

 

"Mordue pour un voile mal mis"
Bisse bei Verstoß gegen Kleiderregeln Menschen, die aus Mossul flohen, berichten, wie sie unter der Schreckensherrschaft des IS gelitten haben. Bisse bei Verstoß gegen Kleiderregeln

Diese Männer erzählen: Für kleinere Vergehen, etwa einen zu kurzen Bart, bestraft die IS-Miliz die Bewohner von Mossul mit Prügelstrafen. Bei größeren Verstößen droht die öffentliche Hinrichtung.

 

Châtiments et exécutions publiques
Prügel und öffentliche Hinrichtungen Menschen, die aus Mossul flohen, berichten, wie sie unter der Schreckensherrschaft des IS gelitten haben. Prügel und öffentliche Hinrichtungen

Die IS-Terroristen wollen verhindern, dass die Bewohner von Mossul mit der Außenwelt kommunizieren. So blockieren sie Internetsignale und verhängen drakonische Strafen gegen die Menschen, die mit einem Handy erwischt wurden.

 

Contrôle strict de la communication
Internet und Handys: Strikt verboten Menschen, die aus Mossul flohen, berichten, wie sie unter der Schreckensherrschaft des IS gelitten haben. Internet und Handys: Strikt verboten

 

 

Zuletzt geändert am 20. April 2017