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Momentaufnahmen

Länder: China, Iran, Israel, Italien, Spanien

Tags: Fotografie

Es sind Augenblicke, die verewigt werden. Momente, in denen die Zeit stillsteht. Und manchmal sind es Aufnahmen, die eine Generation prägen. ARTE Info blickt in Bildern auf die vergangene Woche zurück.

24.07

 

 

"Stumble upon" ("Drüber stolpern") heißt dieser Teppich, dessen Ecke gleichzeitig als Wohnzimmertisch dient. Der italienische Designer Alessandro Isola, der immer in schlichtem Schwarz gekleidet ist und einen Schal trägt, bezeichnet sich genauso sehr als Psychologe wie als Architekt. Seine Inspiration bezieht er aus seinen beruflichen verschiedensten beruflichen Erfahrungen als Tänzer, Schauspieler und Polizeibeamter.  

>> Fotos weiterer Designobjekte finden Sie hier.

 

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25.07

 

 

Dass dieses Bad – wohl das vollste der Welt - wirklich erfrischend sein soll und für Abkühlung sorgt, ist kaum zu glauben! In einem Spaßbad in Suining, im Südwesten der chinesischen Sichuan Provinz sprangen hunderte Kinder zum Massenbad ins kühle Nass. Doch was so farbenfroh aussieht, scheint kein großer Badespaß zu sein. Denn die Planschfreiheit ist gleich Null. Die Sichuan-Provinz wurde von einer Hitzewelle eingeholt mit Temperaturen bis zu 37 Grad. Hauptsache das Kind hat Spaß denkt sich der liebende Chinese, doch um es in dem Schwimmreifenhaufen wiederzufinden, braucht er eine Menge Geduld und ein gutes Sehvermögen. Bei 1,3 Milliarden Einwohnern wird es eben auch im Schwimmbad manchmal eng... 

China Out / AFP

 

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28.07

 

 

"Und esset und trinkt, bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird". So steht es im Koran geschrieben. Für die Muslime, die nördlich vom Polarkreis leben, hieß das, 23 Stunden am Tag zu fasten. 41 Minuten hatten sie in Nordfinnland zwischen dem Sonnenauf- und Sonnenuntergang um zu essen, zu trinken und ihre Gebete zu verrichten. Wie der Spiegel berichtete, wenden manche moderate Muslime daher die Uhrzeiten ihrer Herkunftsländer an, wie beispielsweise die des Irans, wo die pinke Moschee als eines der schönsten Gotteshäuser gilt. 
Weitere eindrucksvolle Aufnahmen der Moschee und anderer architekturaler Bauten des iranischen Physikstudenten und Hobbyfotografen Mohammed Rea Domiri Ganji finden Sie hier

Mohammed Rea Domiri Ganji

 

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28.07

 

 

Mehr zum Thema...

Unser Dossier zur humanitären Situation im Gazastreifen. 

Angst, Bestürzung, Schock und Erschrecken – dieser Einwohner des Gaza-Streifens ist fassungslos. Gerade schaut er dem schrecklichen Ausmaß des Nahost-Konflikts ins Auge. Er ist ein Verwandter der drei palästinensischen Kinder, die tot vor ihm liegen. Sie spielten auf einem Spielplatz am Strand des Al-Shati-Flüchlingscamps, als eine Explosion sie in den Tod riss. Aus dem Al-Shifa Krankenhaus, auf das ebenfalls Raketen gefeuert wurden, heißt es, dass insgesamt acht Kinder durch die israelischen Luftangriffe ums Leben gekommen seien. Israel weist die Vorwürfe zurück und schiebt die Schuld auf die Hamas, die angeblich Raketen fehlgezündet haben. 

Das Foto erinnert stark an das berühmte Gemälde "Der Schrei" von Edvard Munch, ein extremes Beispiel für Munchs Seelenmalerei. Hier wird ein expressionistisches Gemälde zum Leben erweckt, Trauer und Verzweiflung werden sichtbar.

Marco Longari / AFP

 

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29.07

 

 

Die Porträts, die die spanische Fotografin und Autodidaktin Cristina Hoch von Kindern, ihrer Familie und ihren Freunden macht, sind eindringlich. Die gerade einmal 21-Jahre alte Biologie-Studentin setzt ihre Porträts bewusst in Szene, indem sie sie mit Motiven aus der Natur (Wald, Pfad, Meeresküsten) und gelegentlich auch aus der Stadt inszeniert. Ein besonders beliebtes Motiv sind ihre sommersprossigen Geschwister. Die junge Fotografin fängt ein reines Licht ein, um so die Intensität der einzelnen Gesichtszüge herauszuarbeiten. 

Cristina Hoch

 

 

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30.07

 

 

„Jede Bewegung ist lebensgefährlich“

Ärzte ohne Grenzen ist die einzige internationale medizinische Hilfsorganisation, die noch im Gazastreifen arbeitet. Ihr Koordinator Tommaso Fabbri gewährt im ARTE Info-Interview einen Einblick in den Alltag der humanitären Helfer vor Ort.

Tote Körper stapelten sich in dieser Woche in der Leichenhalle des Kamal Adwan Krankenhauses in Beit Lahiya. Am 30. Juli kamen mindestens 76 Palästinenser im nördlichen Gazasteifen ums Leben. Ein blutiger Tag, an dem auch israelische Bomben auf eine UN-Schule im Flüchtlingslager Dschabalia fielen. Der Konflikt zwischen der israelischen Armee geht damit in seine vierte Woche und verwandelt nach und nach die palästinensische Enklave in ein Ruinenfeld. 

Marco Longari / AFP 

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30.07

 

 

Israel ist ein "tollwütiger Hund", der einen "Genozid" an der Bevölkerung des Gaza-Streifens begeht: so die Parolen des iranischen Oberhaupts, Ajatollah Ali Chamenei, der am 29. Juli die islamische Welt dazu aufgefordert hat, die Palästinenser zu bewaffnen.

Ein Graffiti in einer Straße in Teheran setzt den ehemaligen irakischen Präsidenten Saddam Hussein, den Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-Moon, den amerikanischen Präsidenten Barack Obama und die Bundeskanzlerin Angela Merkel in Szene: sie alle kämpfen, mit Speeren bewaffnet, an der Seite des israelischen Premierministers Benjamin Nehanjahu.

Behrouz Mehri / AFP​

 

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Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016