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Momentaufnahmen

Länder: China, Irak, Myanmar, Palästina, Ukraine, Großbritannien

Tags: Fotografie

Es sind Augenblicke, die verewigt werden. Momente, die stillstehen. ARTE Info blickt in Bildern auf die vergangene Woche zurück.

08.08

 

 

 

Ein Rudel von 99 Wölfen jagt durch den Ausstellungsraum und prallt gegen eine unsichtbare Wand. "Head On" heißt diese Installation des chinesischen Künstlers Cai Guo-Qiang. Sie ist seit dem 8. August im Rahmen der Soloausstellung "The Ninth Wave" in der Power Station of Art in Shanghai zu sehen. Mit seiner Arbeit, die bereits 2006 im deutschen Guggenheim Museum in Berlin präsentiert wurde, thematisiert Cai Guo-Qiang eine der größten Herausforderungen mit denen die Menschheit derzeit zu kämpfen hat: die Bedrohung des Planeten durch eine Umweltverschmutzung, die in China, aber auch weltweit ein gefährliches Ausmaß erreicht hat.  

ZHOU JUNXIANG / AFP

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09.08

 

 

"Tötet keine palästinensischen Kinder", fordert dieses Mädchen. In der tunesischen Hauptstadt Tunis sind zahlreiche Menschen gegen die israelische Militäroperation in Gaza auf die Straße gegangen. Das israelische Militär hat nach einer dreitägigen Feuerpause am Freitag seine Luftangriffe auf den Gazastreifen fortgesetzt – eine Antwort auf die Raketenabschüsse der Hamas, die die Waffenruhe beendet hatten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte daraufhin eine "kraftvolle Reaktion" angeordnet. Mindestens fünf Palästinenser kamen an diesem Tag bei den Kämpfen ums Leben.  

CITIZENSIDE/CHEDLY BEN IBRAHIM / AFP

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10.08

 

 

In der Parteizentrale der AKP in Ankara jubeln tausende Anhänger ihrem künftigen Präsidenten zu.  Recep Tayyip Erdoğan hat bei der türkischen Präsidentschaftswahl am Sonntag einen klaren Sieg davon getragen. Der amtierende Ministerpräsident sicherte sich das Amt bereits in der ersten Runde mit gut 52 Prozent der Stimmen. In der Türkei ist es das erste Mal, dass der Präsident nach französischem Vorbild direkt vom Volk gewählt wurde. Erdogan hat bereits während seines Wahlkampfes angekündigt, auch in seiner neuen Funktion die Zügel der Macht in der Hand behalten zu wollen.

KAYHAN OZER / ANADOLU AGENCY / AFP  

 

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10.08

 

 


Erschöpfung  und Verzweiflung zeichnen sich auf dem Gesicht dieser Frau ab. Die 80-Jährige kommt aus Qaraqosh, der christlichen Hochburg im Norden des Iraks. Sie musste zwei Tage lang laufen um nach Arbil zu gelangen, wo sie auf medizinische Versorgung wartet. Die Dschihadisten des Islamischen Staates haben am 7. August Qaraqosh und sämtliche von Christen bewohnte Städte im östlichen Umkreis von Mossul erobert. Über 15.000 Menschen sind aus der Stadt geflohen. Insgesamt haben in den vergangenen Tagen 100.000 irakische Christen ihre Heimat verlassen und sich in die Kurden-Gebiete zurückgezogen.

GAIL ORENSTEIN / NUR PHOTO / AFP

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11.08

 

 

Zurück zu einem normalen Leben – zumindest für kurze Zeit. Palästinensische Kinder spielen am Strand in Gaza, am ersten Tag der neuesten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas. Vertreter beider Seiten verhandeln unterdessen weiter in Kairo über einen dauerhaften Waffenstillstand. Vor der Feuerpause war der Strand einen Monat lang verlassen.

CITIZENSIDE/ELOISE BOLLACK / AFP

 

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12.08

 

 

Erhobene Hände für Michael Brown. In der Kleinstadt Ferguson, nahe St. Louis gehen die Proteste weiter. Zahlreiche Menschen sind am Dienstag gegen die Gewalttaten der Polizei auf die Straße gegangen. Der 18-jährige Michael Brown war am 9. August mit erhobenen Händen von einem Polizisten auf offener Straße erschossen worden. In den ersten beiden Nächten nach dem Vorfall kam es zu heftigen Ausschreitungen. Demonstranten schlugen Auslagen ein und attackierten Polizisten. Die Polizei setzte Tränengas und Gummigeschosse ein. Die Demonstration an diesem 12. August verlief ruhig. Die Ereignisse der letzten Tage erinnern an die Aufstände in Los Angeles von 1992. Damals hatten vier US-amerikanische Polizisten den Afroamerikaner Rodney King bei dessen Festnahme misshandelt.

SCOTT OLSON / AFP

 

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13.08

 

 

In der ukrainischen Stadt Yasynuvata, in der Nähe der Rebellenhochburg Donezk, kauern Menschen in einem notdürftig errichteten Schutzbunker im Keller ihres Hauses. Die blutigen Auseinandersetzungen im Osten des Landes nehmen kein Ende. Sprecher der ukrainischen Armee haben die Einwohner von Donezk am Donnerstag dazu aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Derzeit warten russische Konvois vor der ukrainischen Grenze, um Hilfsgüter in die Zonen des Landes zu schaffen, die von den Separatisten kontrolliert werden. Laut UNO hat sich die Zahl der Menschen, die im Ukraine-Konflikt ums Leben gekommen sind, in den letzten beiden Wochen auf 2.000 verdoppelt.

MAX VETROV / AFP

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Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016