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Ein nackter Manager und russische Kriegspropaganda... einige unserer Momentaufnahmen

Länder: Europäische Union, Frankreich, Griechenland, Griechenland, Nordkorea, Syrien

Tags: Momentaufnahmen

Ein Manager, dem die Kleider vom Leib gerissen wurden, ein russischer Pilot vor seinem Kampfhubschrauber in Syrien und junge palästinensische Frauen, die mit Steinen auf israelische Soldaten werfen... Das sind einige unserer Momentaufnahmen der Woche.

 

04.10

Insel Lesbos, Griechenland

 

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Vergangenen Dienstag widmete ARTE der Flüchtlingskrise eine Sondersendung. Haben Sie diese verpasst? Hier geht es zu ARTE+7.

Eingeschlafen unter den wachenden Augen eines Graffitis: Diese Frau ist erschöpft von ihrer langen Reise ins Ungewisse. Auf der Hauptroute der syrischen Flüchtlinge, die vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat fliehen, liegen die griechischen Inseln. Für viele sind sie das Tor zum sicheren Hafen Europa.

Doch die EU hat mittlerweile Schwierigkeiten, den Flüchtlingszustrom zu stemmen. Die Bundesregierung rechnet mit 800.000 Flüchtlingen, die bis zum Jahresende nach Deutschland kommen sollen. Angela Merkel lässt sich jedoch nicht von ihrem Kurs abbringen: "Wir schaffen das!", sagt die deutsche Kanzlerin bei jeder Gelegenheit. Zugleich will sie mehr Gelder fließen lassen, um die Türkei bei der Flüchtlingshilfe und der Grenzsicherung zu unterstützen.

Aris Messinis/ AFP

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05.10

Paris-Charles-de-Gaulle, Frankreich

 

Nur weg hier! Eben noch saß Pierre Plissonnier in einer Konferenz, kurz darauf muss sich das Air-France-Vorstandsmitglied vor einer aufgebrachten Meute in Sicherheit bringen. Die Belegschaft bringt ihre Wut zum Ausdruck und macht dabei nicht vor dem Hemd des Vorstandsmitglieds Halt. Hunderte Angestellte hatten die Betriebsratssitzung in der Air-France Zentrale am Flughafen Charles-de-Gaulle in Paris gestürmt, nachdem die Vorgesetzten einen neuen Sparplan angekündigt hatten: Bis zu 2.900 Stellen sind gefährdet. Denn die Fluggesellschaft steht aufgrund der Konkurrenz durch Billigflieger und Airlines aus dem Nahen Osten unter Druck. Das Unternehmen verurteilte die Gewalt und kündigte rechtliche Schritte an.

Kenzo Tribouillard/ AFP

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06.10

Biot, Frankreich

 

Nichts als Trümmer: Was einst wertvoller Besitz war, ist nun nicht mehr zu gebrauchen. Eine Frau fegt das zusammen, was die Flut übrig gelassen hat. Bei einem Unwetter an der Côte d’Azur sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen, der Sachschaden wird auf 550 bis 650 Millionen Euro geschätzt. Acht Menschen ertranken bei dem Versuch, ihr Auto aus der Tiefgarage zu retten. Andere wurden von den Fluten mitgerissen.

In der Nähe von Antibes konnten mehrere Bewohner eines Altersheims nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden. Nach Umweltkatastrophen wie diesen fordern viele Bürger mit Nachdruck von den politischen Führungskräften, bei der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember weitsichtige Maßnahmen zu beschließen.

 Jean Christophe Magnenet/ AFP

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06.10

Hmeimim, Syrien

 

Beinahe liebevoll fasst dieser russische Pilot die Raketen seines Kampfhubschraubers und posiert so für ein Foto der russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti. Seit dem 30. September mischen die Russen im syrischen Bürgerkriegs-Chaos mit. Offizielles Ziel ist die Terrormiliz Islamischer Staat: Kaum hat der Einsatz begonnen, schon erscheinen in den russischen Staatsmedien Berichte über mindestens 3.000 Terroristen, die vor den russischen Angriffen geflüchtet seien.
 
Doch Putins Medienmaschinerie läuft nicht ganz reibungslos: Das Verteidigungsministerium veröffentlichte am 3. Oktober ein Video, von dem es behauptete, es zeige die Bombardierung von IS-Ziele in Rakka. Das Video erschien allerdings bereits ein paar Tage zuvor, damals als Bombenangriff auf das Dorf Latamnah bei Hama. Doch dort befinden sich keine IS-Milizen, sondern syrische Rebellen. Diese meldeten, schwer von den russischen Kampfjets attackiert zu werden. Unlängst beklagten sich auch amerikanische Piloten, die den russischen Bombern ausweichen mussten. Putin unterstützt mit seinem Einsatz Syriens Diktator Baschar al-Assad, für den Westen steht eine Zusammenarbeit mit Assad hingegen außer Frage.

Dmitriy Vinogradov/ RIA Novosti

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07.10

Straßburg, Frankreich

 

Im Plenarsaal des Europaparlaments sind alle Augen auf sie gerichtet: auf den französischen Präsidenten und die deutsche Kanzlerin. Zum ersten Mal seit dem Mauerfall 1989 hält das deutsch-französische Paar eine Rede vor den Europaabgeordneten. Dabei geht es um die Zukunft Europas und um die Verantwortung der Mitgliedsstaaten, Flüchtlinge aufzunehmen. Der Kritik aus den parlamentarischen Reihen begegnen François Hollande und Angela Merkel mit Einigkeit. Sie appellieren an mehr Solidarität innerhalb Europas, um die Krise zu bewältigen.

Frederick Florin/ AFP

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07.10

Beit El, Westjordanland

 

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Steuert Israel auf eine neue Gewaltwelle zu? Unser Dossier.

Mit finsterem Blick, einen Stein in der Hand beobachtet eine palästinensische Studentin den Schlagabtausch zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften in der jüdischen Siedlung Bei El, nördlich von Ramallah im Westjordanland. Seit einer Woche wird die Region von einer Welle der Gewalt erfasst. Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat seiner Armee grünes Licht gegeben, zugleich nehmen die Messerattacken der Palästinenser gegen Israelis zu. 

Abbas Momani

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09.10

Nodkorea

 

Abgeschottet: Einsam in einem Bus grüßt Kim Jong-un die Menschenmasse, die ihm durch die Glasscheibe zujubelt. Der Diktator besichtigt das neugebaute Dorf Paekhak-dong, das zuvor durch eine Flut zerstört wurde. Der Machthaber Nordkoreas rühmt die Effizienz der Arbeiter. Die Nachrichtenagentur AFP macht deutlich, dass sie weder Echtheit, noch Datum oder Ort des Bildes nachweisen kann. Während das Land den 70. Geburtstag der Arbeiterpartei am 10. Oktober vorbereitet, prangerte Human Rights Watch die systematische Ausbeutung des nordkoreanischen Volkes durch Zwangsarbeit an.

KCNA/ AFP

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Zuletzt geändert am 8. Dezember 2016